Liebes Tagebuch, leider habe ich Dir folgendes vorenthalten:
Das Clownfisch-Projekt hatte im Juni sein Schöpfungs-Release mit einer Ausstellung in den ELBA-Hallen komplettiert. - Zum 6.6.09 habe ich mir extra das Preview der Ausstellung angeschaut. - Das Clownfisch-Netzwerk hatte schon über Jahr an dem Projekt gearbeitet. - Ein Blanko-Heft wurde damals ausgegeben, welches zum Thema Schöpfung frei befüllt werden sollte. - Alle zurückgegebenen Exemplare haben sie schön ausgebreitet und ausgestellt. - Mein Exemplar mit den Stempel-Erdbeeren vom letzten Jahr war auch dabei! - Viele Künstler haben die gegebenen Räume mit ihren Werken zum Thema Schöpfung bestückt. (folgend Fotos vom Preview - unten mit Video)
Kurzes Video mit Schwenk und im Hintergrund die Video-Installation von Aylin Yavuz zu sehen. - (Auch im Bild zu sehen der gute Maler-Kollege, Nordstadtkünstler und Tänzer aus der Galerie Olga welcher verabschiedet gerade eine Freundin per Umarmung - Tja, so sind wir in W-Tal.)
Das Clownfischschöpfungsprojekt hatte seine Spitze im Release des neuen Albums:
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Nach der Schöpfung wurde die Ausstellung in den bekannten ELBA-Hallen erweitert zum Kunst-Cluster. - Vor einem Jahr startete der Kunst-Cluster (Cluster [engl.] = Netz/Knoten) mit der künstlerischen Eroberung dieser alten Industrieräume. Mit den Küppers-Burschen haben wir einen Investor in der Stadt, der genau weiß, wie er das riesige Potential der Künstler dieser Stadt einsetzen kann, muß und soll!
Bei diesem Cluster/Knoten haben einige Kollegen ihre Projekte vom letztem Jahr erweitert und ausgebaut. - Schön muß ich sagen, denn endlich genoß ich meine Rolle als Besucher, ohne Produzent vor Ort zu sein!
- Mit der Katholiken-Disco hat Sdunek eine kongeniale Replik zu seinem Raum von letztem Jahr geschaffen. - Seddikis mechanische Installation war wieder fein und punktgenau. - Marks’ beiden großen Gemälde standen selbstewußt wie immer… Nicht jeden Kollegen und Kollegin kann ich erwähnen. - Ich hoffe, Ihr ward alle dort!
Besonders gefreut hat mich die Art und Weise, wie die Kollegen mit den Räumen umgegangen sind, die ich letztes Jahr so improvisiert bespielt habe! - Kollege Olaf Faustmann hat meinen Vornamen einfach an der Wand stehen lassen und seinen Nachnamen einfach druntergeschrieben. - Auch auf meine hinterlassenen Erdbeerstempeln haben die Leute reagiert und ihre Zeichnungen dazugesetzt. - Das empfand ich als Geschenk für mich und genauso passiert der Dialog unter Künstlern! - Selbst die Fotokünstlerin hat in meinem alten Erdbeerraum meinen Schriftzug Engel stehen lassen und darüber ihre Fotoserie mit Engel-Andeutungen gesetzt. - herrlich, danke
Wir Künstler haben schon letztes Jahr die Räume für unsere Stadt erobert. - Gerne hätte ich jetzt auch dort mit gemacht, aber dieses Fuck-Ökonomie-Leben hat es verhindert - man kann nicht alles machen. - Der Geist der Erdbeere war auf jeden Fall vor Ort, und immerhin, wie gesagt: Ich genoß meine Rolle als Besucher, denn ich genieße Kunst und bin ein gutes Publikum - als Publikum bin ich das Beste, welches man sich wünschen kann…


