Archive for the 'Protest' Category

Thema Kultur & Bildung auf wuppertal.de

Der Internetauftritt der Stadt Wuppertal wurde ja kürzlich ralaunched, was ganz gut gelungen ist. - Aber in der Ausführung fehlt etwas! Dazu folgende Kritik der Künstlerkollegin:

Ich hatte schon vermutet, dass die Rubrik der Ateliers und Galerien weggefallen ist, weil dies keine städtischen Dienstleistungen sind. Sie haben allerdings z.B. auch den Skulpturenpark auf der Homepage unserer Stadt. Selbstverständlich können wir „kleinen“ Ateliers und Galerien da nicht mithalten, aber wir tragen ja alle (sehr gerne) zum guten Ruf der Stadt bei und sind Ziel auswärtiger und einheimischer Besucher… wo sollte man eine Grenze ziehen?

Ich würde mich sehr freuen, wenn es möglich wäre, die Wuppertaler Künstler wieder auf der Wuppertaler Seite aufzulisten.

Diesen Wunsch mache ich mir zu eigen: Die Seite Kulturvereine muß mächtig ergänzt werden. Sie haben echt das wichtigste Vergessen. Meiomei.

Kompetenznetz Bürgerhaushalt gegründet

Pressemitteilung
Ideenwerkstatt Wuppertal

Am Montag, den 16.11. wurde in den Räumen des Wuppertal Instituts das „Kompetenznetz Bürgerhaushalt“ gegründet. Dieter Hofmann von der Ideenwerkstatt Wuppertal hatte BürgerInnen, ExpertInnen und Parteien eingeladen, im Zusammenhang mit der desaströsen Haushaltslage der Stadt das Konzept des Bürgerhaushalts zu diskutieren, das bereits in vielen Kommunen erfolgreich angewendet wird.

Da Bürgerinnen und Bürger die Betroffenen der anstehenden Sparmaßnahmen sind, ist ein offener Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft notwendig, um die negativen Folgen abzumildern und die Ressourcen der Zivilgesellschaft zu mobilisieren. „Die Bürger sind nah an den Problemen. Im Bürgerhaushalt wird das Fachwissen der Experten mit dem Querschnittswissen der unmittelbar Betroffenen zusammengebracht,“ so Professor Hans Lietzmann von der Forschungs-stelle Bürgerbeteiligung an der Bergischen Universität Wuppertal.

Alle interessierten Privatpersonen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Parteien sind dazu eingeladen, die weiteren Schritte zur Einführung des Bürgerhaushaltes mitzugestalten. Das nächste Treffen des Kompetenznetzes Bürgerhaushalt findet am 30.11.09 um 18:00 Uhr in der Färberei, Stennert 8, Wuppertal-Oberbarmen statt.

Dieter Hofmann
Ideenwerkstatt Wuppertal
ideenwerkstatt-wuppertal|ät|gmx|punkt|de

Prof. Dr. Hans J. Lietzmann
Lehrstuhl Politikwissenschaft I / Bergische Universität Wuppertal
Jean-Monnet-Professor for European Studies
Forschungsstelle Bürgerbeteiligung / Institut für Bürgerschaftliche Politik in Europa
lietzmann|ät|uni-wuppertal|punkt|de

Original-PDF: Kompetenznetz Bürgerhaushalt

Hintergrund: Heute wurde das Sparkonzept der Stadt Wuppertal vorgestellt, mit drastischen Einschnitten für die Bürger.

Hier das offizielle Haushaltssicherungskonzept der Stadt Wuppertal (PDF).

WOGA erfolgreich. Nordstadtkünstler zufrieden.

Eine gute Resonanz der diesjährigen “Wuppertaler Offene Galerien und Ateliers.” - Olaf Engel vom internen Verbund äußert sich lobend: “Dieses Jahr hatten wir ein besonders hochwertiges Publikum” - Die Leute sind interessiert und wollen die Kunst verstehen. Dabei entstehen spannende Gespräche. www.wogawuppertal.de

Eine gute filmische Zusammenfassung bei WZ-TV. - Als Ergänzung unten mein Film über Salas Maschinen.

Fotos vom Atelier Engel zur Woga:

#woga @ Atelier-Engel #Wuppertal 2009 on Twitpic #woga @ Atelier-Engel #Wuppertal 2009 [Hinterhof, alles verza... on Twitpic

Hier die Fotogalerie der Westdeutschen-Zeitung zur WOGA-2009 in Wuppertal-West.

Gegen verordnetes Elend. Hartz IV-Sanktionen Wegbloggen.

Wer unser Gemeinwesen erhalten möchte, soll die Petition unterschreiben: Abschaffung   der Sanktionen. Diese Zwangsmaßnahmen des sog. Hartz IV sind geeignet unser Sozialwesen zu zerstören. Menschen gelangen dadurch in Verzweiflung und Elend. Das ist der Hebel um Löhne zu drücken und Arbeitnehmer in Angst zu versetzten. Folgender Text stammt von der Website Sanktionen Wegbloggen - Blogger gegen Hartz IV und dem schließe ich mich an:

Viele von Euch haben sich schon mal mit dem Thema Hartz IV auseinander-gesetzt, einige machen das sogar regelmäßig. Mit das Perfideste an dieser unsozialen Sozialgesetzgebung sind die sogenannten Sanktionen nach §31 SGB  II.

Diese „Disziplinar-maßnahmen“ erlauben den JobCentern, den Leistungsempfängern (warum nicht gleich: „Almosen-empfänger“?) bei vermeintlichen oder tatsächlichen Verstössen gegen die Auflagen und Forderungen „des Amtes“ die sogenannte „Leistung“ zu kürzen – im Extremfall (der leider beileibe kein Einzelfall ist – in 2008 trat er allein bei den unter 25-Jährigen rund 97.000 Mal ein) um 100%.

Allein 2008 waren 789.000 Bürger von Sanktionsmaßnahmen im Rahmen von „Hartz IV“ betroffen, sprich: es wurde ihnen die sogenannte „Leistung“ gekürzt. Diese Leistung entspricht aber eh schon nur dem Existenzminimum – alles, was darunter liegt, liefert die Betroffenen Hunger und Existenznot aus.

Dies bedeutet nichts anderes, als daß hilfebedürftigen Bürgern die am Existenzminimum(!) orientierte Leistung für drei Monate um 10, 30 oder eben gar um 100% gekürzt wird! Wenn schon die Leistung, der sogenannte „Regelsatz“, gleichbedeutend mit dem staatlich festgelegten Existenzminimum ist – wo ist man dann, wenn man die Leistung gekürzt oder gar völlig gestrichen bekommt? Eben. Unterhalb des Existenzminimums, sprich: zum Verhungern verurteilt, wenn nicht Freunde, Verwandte, Volks- und Volxküchen und die nicht ganz unproblematischen Tafeln einspringen. Bei der hundertprozentigen Leistungskürzung gehen darüber hinaus auch die weiteren Leistungen, wie Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, sowie die Kosten der Unterkunft verloren; man steht also in diesem Falle ohne Krankenversicherung und Obdach da, wenn sich keine andere „Finanzierungsmöglichkeit“ findet. Soweit die (menschenunwürdige) Lage.

Genug!

Nun regt sich vermehrt Widerstand gegen diese Sanktio-nierungspraxis, es haben sich Einzelpersonen und auch Initiativen gefunden, die für eine Aussetzung oder Abschaffung der Sanktionen plädieren. Aktuell liegt beim Bundestag eine Online-Petition zur Abschaffung des Sanktionsregelwerkes auf, die noch bis zum 28.10.2009 mitgezeichnet werden kann. Der Hauptpetent, Ralph Boes, stellt darin fest, daß der § 31 SGB II „die Menschenwürde“ und „die Freiheit zur Entfaltung der Persönlichkeit“ verletzte und dass „Abzüge vom absoluten Lebensminimum“ nur durch Hungern kompensiert werden könne. Bei 100% nützt auch das nichts mehr.  Leider hat diese Petition seit 20.8.2009 erst etwa 3.200 Mitzeichner gefunden – eine Schande ohnegleichen, wenn man bedenkt, daß es 2008 allein rund 789.000 direkt Betroffene gab!

Das Gewissen der Blogger

Was können nun die Blogger dazu beitragen, um diese Petition zu unterstützen und der menschenverachtenden Sanktionspraxis Einhalt zu gebieten? Ein paar von uns haben sich für diesen Zweck zusammengeschlossen, um gebündelt auf die gesamte Problematik aufmerksam zu machen und unsere Kolleginnen und Kollegen aufzurufen, sich an unsere Seite zu stellen, damit wir besser gehört werden. Wir bitten unsere Freunde aus der Blogosphäre, sich mit einem der kleinen Banner oder auch einem thematisierenden Artikel daran zu beteiligen, gerade auch die Menschen in ihrem real life-Umfeld anzusprechen, und sich vor allem als Unterstützer auf der Aktionsliste eintragen zu lassen.

Praktische Möglichkeiten

Unsere Aktion läuft bis zum Zeichnungsschluß – es bleiben uns also über drei Wochen, unsere Kontakte und Freundschaften zu nutzen, Blogs aus der virtuellen Nachbarschaft darauf anzusprechen und eine Menge Menschen ein wenig nachdenklich zu stimmen. Wenn sich letzte Woche gezeigt hat, daß die Piraten über 1.000 Blogger für ihren Wahlkampf mobilisieren konnten, und wir – als Nicht-Partei, ohne Geld, fast ohne Leute – aus dem Stand heraus über 100 Blogger unterschiedlichster Ausrichtung zur Unterstützung Der Linken finden konnten, dann wird klar, welches Potential im Netz steckt. Leute – wir haben über drei Wochen diesmal! *g*

Nicht unerwähnt bleiben darf, daß es seit August auch das Bündnis für ein Sanktionsmoratorium gibt, welches sehr prominente Unterstützer hat und für eine Aussetzung der Sanktionen eintritt, und daß inzwischen auch eine Petition Der Linken (allerdings keine Online-Petition, sondern „gute alte Straße“) ihren Weg in das Parlament sucht. Bei letzterer Petition ist die Zeichnungsfrist deutlich länger, was ihre Chancen erhöhen sollte. Zeichnen kann man aber bei allen drei Aktionen.

Schlußwort

Liebe Freunde, Kollegen und Unbekannte – nehmt Euch bitte dieses Themas an und unterstützt die Versuche, eine klare Fehlent-wicklung unserer Gesellschaft wieder zu korrigieren. Falls Ihr es nicht aus Empathie und Solidarität machen könnt – macht es aus „Eigennutz“, denn auch Euch kann es morgen schon treffen!

Frank Benedikt [Autor], Margitta Lamers, Frank Kopperschläger

Sanktionen Wegbloggen - Blogger gegen Hartz IV

Die Liste der solidarischen Blogs

Das Gesamtkunstwerk Wupper

Ausstellung im K1 Art-Café, Oststraße 12, 42277 Wuppertal
k1artcafe.de

www.gesamtkunstwerk-wupper.de

Wie schon angekündigt, stellen wir vom 02. Oktober bis zum 11. November eine Dokumentation im K1 Art-Café in Wuppertal- Wichlinghausen aus.
Das Rahmenprogramm steht nun fest:

02.10. 19:00 - Vernissage
06.10. 19:00 - Künstlertreff
17.10. 19:00 - WOGA (Wuppertal-Ost) Bildervortrag von Heinz-Eberhard Boden
18.10. 17:00 - WOGA (Wuppertal-Ost)
22.10. 20:00 - Live-Konzert mit Sascha Gutzeit (Eintritt 10 €)

29.10. 19:00 - Diskussionsabend mit interessanten Gästen aus Politik, Verwaltung, Kultur

03.11. 20:00 - DVD-Abend - Dröpelminna und WupperStrand

10.11. 19:00 - Nichtnurkünstlertreff - Projekt Wupperarche
ein Abend mit dem Künstler BrindlArt

Wer am 22. Oktober das Sascha Gutzeit Konzert miterleben will, sollte schnell Karten vorbestellen, da die Teilnehmerzahl auf 70 begrenzt ist. Es ist damit zu rechnen, dass das Konzert, sobald der Termin in den Medien steht, ruckzuck ausverkauft ist.
Vorbestellungen nimmt Michael Hoffmann, K1 Art-Café, Tel. 0202-2604124, entgegen.

www.gesamtkunstwerk-wupper.de

Dieses ist ein Auszug aus dem Newsletter. Alle angaben ohne Gewähr.

Wahlrede ohne Aussage

Unsere Kanzlerin Frau Merkel hielt eine CDU-Wahlkampf-Rede in Barmen vor dem Wuppertaler Rathaus. - Es war eine Rede ohne Inhalt. Sie bot keine Antwort auf die drängenden Fragen.

Sie sagte nicht, wer ihre Politik bezahlen soll. Dafür hatte Lafontaine in seiner Rede letzte Woche bessere Argumente. Der denkende Mensch fühlt sich von Angela Merkel verarscht.

videolink

Merkel äußerte nur hohle bürgerliche Frasen, welche der Realität hohn sprechen. Keine Antwort auf die Frage, wer die Milliarden-Bankenrettung bezahlen soll. - Sie sagt, daß Beschäftigung Wachstum schafft - das ist eine Logik des letzten Jahrhunderts. - Sie will Export, das bringt uns aber nichts, denn nur Kaufkraft im Inland läßt unsere Wirtschaft brummen. - Kanzlerin Merkels Steuerkonzepte nützen nur den Reichen. Sie sprach nicht von Solidarität. Sie bekannte sich nicht zu unserem Grundgesetz.

Merkel wirbt für Umverteilung von unten nach oben. Das ist Deutschlands Untergang. - Merkel ist der lügende Hosenanzug mit drei Knöpfen. - Wie dreist: Unsere Politiker lügen uns ins Gesicht. Merkel lügt uns ins Gesicht!

Genauso antworten die Bürger mit inhaltsleerem Jubel:

Videolink

Weil der Wahlkampf so inhaltslos ist, berichten die Tagesthemen über den inhaltslosen Jubel:

videolink

Dabei war die Merkelshow das, was sie ist: Eine Show. - Auf der Leinwand spulten sie doch tatsächlich eine Geschichte der Bundesrepublik ab. Ohne Brandt zu erwähnen, welche Frechheit. Und ohne zu erwähnen, daß Merkel ein Apparatschik der FDJ in der DDR war!

Protest gab es genug gegen diese Heuchelei.

Und die CDU mußte ihre Kanzler-Kandidatin unbedingt mit dem Rolling-Stones-Song einlaufen lassen, obwohl die Stones die Verwendung ihres Liedes verboten haben! - W-Tal darf kein rechtsfreier Raum sein!

videolink

Eine bitter verlogene Rede. Und solche Frauen haben die Macht in unserem Lande.

Lügnerin. Du hast Deine Claquere verdient. Aber wir haben Dich nicht verdient!

Und alle so: Yeaahh!

Denn das sind Wir, und werden von ihnen auf den Kopf gestellt:

Nun zu etwas völlig anderem:

Sie so: “…”
Und alle so: Yeaahh.

Weil Wahlkampf ist, auch in Wuppertal. Zum Beispiel morgen mit Merkelpenny auf dem Johannes-Rau-Platz.

„Wuppertal wehrt sich“ trifft die Bundeskanzlerin

Angela Merkel kommt am 23.9. um 17:00 auf den Johannes-Rau-Platz in Barmen

Newsletter des Aktionsbündnisses:

„Wuppertal wehrt sich“ wird bei der morgigen Wahlkampfveranstaltung die jetzige und vielleicht auch zukünftige Bundeskanzlerin darauf aufmerksam machen, dass die überschuldeten Städte in unserem Land Unterstützung auch von der Bundesregierung benötigen.

Unsere Forderungen sind:

  • Altschulden müssen abgelöst und umgeschuldet werden, um die Zinslast zu verringern
  • die „armen Städte“ müssen von den Zahlungen des Solidaritätsfonds entlastet werden, denn sie müssen dafür Kredite aufnehmen und Zinsen zahlen
  • eine Reform der Gemeindefinanzierung

Das überparteiliche Bündnis „Wuppertal wehrt sich“ trifft sich am 23.9. um 16:30 auf dem Johannes-Rau-Platz mit einem großen Transparent.

Wir möchten alle Interessierten bitten, uns beim Verteilen der Flugblätter zu unterstützen.

Es ist notwendig, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt darüber zu informieren, welche Kahlschläge unsere Stadt noch treffen werden.

Das Bündnis unterstützt keine Wahlkampfveranstaltungen und will diese auch nicht stören, sondern lediglich auf die unhaltbare Finanzsituation aufmerksam machen.

Unterzeichnen Sie die Petition an das Land NRW im Internet www.wuppertal-wehrt-sich.de.

Ölberg wählt grün!

Tja, der Hombüchel hat einen grünen Direktkandidaten in die Bezirksvertretung gewählt. - Knapp 30% für Lüdemann! Herzlichen Glückwunsch!

Zum ersten mal habe ich bei einer Wahl das Gefühl, meine Kreuzchen nicht verschwendet zu haben! - In einem Wahlgang habe ich drei verschiedene Parteien gewählt. ;) Zwei davon hatten ein bewegendes Ergebnis und eine war symbolisch wichtig.

Für die OB-Wahl gingen die meisten Stimmen an den Herausvorderer Bell (SPD). Auch Die Linke für den Rat stark mit über 12% hier im Bezirk. Bei dieser Kommunalwahl hat sich die Linke stadtweit fast verdoppelt. (Kein Wunder bei der ganzen soz. Lage.)

An der Wahlbeteiligung müssen wir noch arbeiten. Schlappe 42% am Hombüchel und 35% (sic) aufm Hoechsten.

Den wiedergewählten Oberbürgemeister Peter Jung beneidet doch keiner um den Job. - Als Hauptaufgabe Schulden verwalten - naja, er könnte das sogar noch einigermaßen hinkriegen… Obwohl, so einige Projekte sollten wir den Stadtplanern doch noch ausreden!

Tacheles Reden gegen Fehlentscheidung - Kommunikationsdesign erhalten!

Zur unsäglichen Entscheidung der Bergischen Universität in Wuppertal, den erfolgreichen Fachbereich Kommunikationsdesign zu schließen, haben sich schon 1298 Mitzeichner dagegen ausgesprochen! Wer noch nicht hat, sollte sich der Petition anschließen: Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal erhalten!

Da gibt es in der Mitzeichnerliste einige Kommentare, die klar machen, wie bescheuert diese Fehlentscheidung ist. Auch ein kräftiger Unmut über kommunalpolitische Entscheidungen in Wuppertal überhaupt scheint dabei durch. - Umso bezeichnender ist, daß sich Stadt-Offizielle und/oder etablierte Parteien gar nicht zu Wort melden, außer der LINKEN und der WfW. (Nur der Ex-OB Kremendahl nimmt einsam Stellung.)

Dabei sind in der Petitionsliste einige Prominente vertreten, bundesweite Stimmen und auch international! - Einige lesenswerte Kommentare habe ich hier mal versammelt:

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Dipl.Des RME STREUF WfW (Verein statt Partei) Wuppertal

Liebe Kollegen, ich als Oberbürgermeisterkandidat 2009 und Kandidat der Liste 4, WfW, fühle mich besonders betroffen, denn der Ungeist hat das kleine Wuppertal schlechthin auf breitester Front ergriffen! Wenn das Radio Wuppertal eine meiner privaten Webseiten anonym als “eher peinlich” bezeichnet, weiss man eben, das Wahlkampf ist, aber was für Einer! Als Lucas-Preisträger und Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf, Wirt und Glühwurm rufe ich in das Tal: “Besinnt Euch, Ihr Wahnsinnigen! Es sind ja nicht nur die Taten der Jetztzeit, Ihr tretet auch die ganze Tradition der Wuppertaler Werkkunstschule mit Füßen, die genial und hochprofessionell weiter- entwickelt wurde, kann es denn Neid sein? Ade-Schüler Rempen ging als Investor der Gehry-Häuser im Düsseldorfer Hafen in die Geschichte ein, Volker Anding holte 4 Grimme-Preise, die Liste der Erfolge ist unendlich fort- zusetzen! Besinnt Euch, bevor wir Euch besinnen! Hupf! Eine gesonderte Petition folgt! EUER STREUF EUER

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marita dctp tv düsseldorf

Wenn dieser Studiengang - möglicherweise aus finanziellen Gründen - eingestellt werden soll, entzieht sich die Stadt ein weiteres wichtiges Kulturelement . Lassen Sie die Stadt nicht weiter an Bedeutung auf intern. Ebene verlieren - es hat lange gedauert, Wuppertal kulturell aufzubauen. Pina Bausch sei dank und auch dem Fachbereich Kommunikationsdesign.

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Dipl.-Des. Hartmut S. Hochschule Niederrhein Krefeld

Bei mehreren Lehraufträgen in Wuppertal hatte ich Einblick in die erstklassige Lehre im Fachbereich Kommunikationsdesign. Die jetzige Schließung stellt für die Designlandschaft NRW einen herben Schlag dar. Genauso gut könnte man auch die Wuppertaler Schwebebahn abreissen mit dem Argument, es gäbe zu wenig Fahrgäste. Der Andrang von Bewerbern auf ein Kommunikationsdesign-Studium in NRW ist enorm, so dass aus Kapazitätsgründen hier oft Ablehnungen erfolgen müssen.

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Dr. Hans Kremendahl Wuppertal (Ex-OB)

Der Studiengang ist eines der High-Lights der Bergischen Universität. Er sollte erhalten bleiben.

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Mag. Cordula Alessandri Wien

Die Portfolios der Abgänger des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Bergischen Universitaet Wuppertal gehören zu den besten, die mir seit Jahren immer wieder zugesandt werden. es wäre fatal diese hervorragende Aussbildungstätte aufzugeben !!!

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Heinz-Peter Beiter Textilveredelung Beiter Remscheid

Es ist nicht Verwunderlich, wenn immer mehr Firmen in das Ausland abwandern, wenn kein entsprechendes Fachpersonal mehr in Deutschland zu bekommen ist. Weiter so, nichts fördern, nichts lehren, nichts unterstützen - laut jammern und das Geld in die Taschen unserer Politiker. Es lebe der Wirtschaftsstandort Deutschland !!!!

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DIE LINKE im Rat Wuppertal

Das Fach Kommunikationsdesign mit langer Tradition ist Aushängeschild der Bergischen Universität mit überregionalem Ruf und muss erhalten bleiben. Semester- und Abschlussarbeiten werden regelmäßig mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Bildungsangebote mit hoher Qualität zu schließen ist ein falsches Signal. Die Streichung des Fachs bedeutet einen weiteren Abbau der wissenschaftlichen Vielfalt an der Bergischen Universität. Aus dem Fachbereich kamen immer wichtige Impulse für Kultur und Wirtschaft und schufen den Design-Standort Wuppertal. Die Schließung schadet nicht nur dem Ruf der Bergischen Universität, sondern auch dem Ruf der ganzen Stadt.

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Judith Genske

Es ist eine Katastrophe, wenn die Universität sich selbst in dieser Form demontiert, sich sehenden Auges in die Mittelmäßigkeit und Austauschbarkeit begiebt und bereit ist, sich in dieser Weise letzlich selbst abzuschaffen. Ein gemeinsamer Trend mit der Stadt Wuppertal, der uns alle fassungslos macht.

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Diplom Designer Daniel K. Düsseldorf

Den Studiengang in Wuppertal zu schliessen, ist schwachsinn, schon jetzt ist in D,dorf nicht genug PLatz, geschweige den in Köln oder Dortmund. Ausserdem war der Studiengang einmalig in der KOmbination mit einer Universität (-> Stichwort Aufbau Diplom, bzw mögliche Promotion als Designer )

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Julian

Der Studiengang ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und eine Schmiede für kreative Köpfe, die sich in Werbung und Produktentwicklung einbringen möchten. Da dies in Zukunft noch weiter und intensiver erforderlich für wirtschaftlichen Erfolg ist, wäre eine Auflösung dieses Studiengangs nicht tragbar und absolut unverantwortlich. Das Studium und die zuständige Universität haben doch die Aufgabe eine Bildungselite heranzuführen, die uns das Leben in zukunft erleichtern und schöner gestalten soll. Niemand hat das Recht dieser Bestimmung Steine in den Weg zu legen.

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Dipl.-Des. Ingo G. Wuppertal

Wuppertal hat schon genug Imageprobleme und voraussichtlich eine wirtschaftlich düstere Zukunft. Neben dem einzigartig schrägen Charme aus der Mischung und den Gegensätzen von Versatzstücken ruhmreicher Historie und architektonischen Todsünden, Schönheit und schleichendem Verfall ist die Kultur und geballte Kreativität in dieser Stadt stark mitverantwortlich dafür, dass man sich hier trotz allem sehr wohl fühlen kann. Mit der ungewissen Zukunft des Tanztheaters, der Diskussionen um das Synfonieorchester nun auch noch die geplante Schließung des Studiengangs KD - das bedeutet die absolute Selbstverstümmelung Wuppertals. Wieviele kreative Köpfe werden in Zukunft wohl nicht mehr nach Wuppertal kommen und die Stadt bereichern?

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Martin

Schade genug, dass Studiengänge sich überhaupt rechtfertigen müssen in puncto “Rentabilität”. Verwunderlich aber regelrecht, dass selbst die Funktion “Aushängeschild” ein Wuppertaler Erfolgsfach wie Kommunikationsdesign offenbar nicht mehr “rentabel” erscheinen lässt.

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Christian Wuppertal

Als Industrial Designer an der Uni Wuppertal finde ich es wichtig und richtig, dass Kommunikationsdesign erhalten bleiben muss, zum gegenseitigen Austausch, als Inspirationsquelle und allein der Studierenden wegen…

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Dipl. Design (FH) Stephan M. koelnerverlagsagentur.de Köln

Die Strahlwirkung des vorbildlichen Wuppertaler Designs zu verlieren wird nicht weniger als Deutschland schaden.

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Christian Boros Wuppertal

Man darf keine Stärken schwächen!

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Dank gebührt Anni Roolf für die Organisation der Online-Petition. Weitere Info: WIR SIND KD.

Vierte Woche: Ölberger Grillen

Zum wiederholten mal lädt die Aktion „Vierte Woche“ – Quarta Settimana zum öffentlichen Grillen, Kochen und Speisen ein.

Am 24. Juli 2009 ab 16:00 Uhr auf den Schusterplatz in der Elberfelder Nordstadt.

Autonomes Kochstudio - Essen für Alle

Das öffentliche Speisen ist inspiriert von der italienischen Aktion „La quarta settimana“ - Denn in der vierten Woche jeden Monats wird das Geld knapp und die Nahrungsbeschaffung schwierig. So ist die Aktion auch als Protest gegen die moderne Sozialgesetzgebung wie das sog. Hartz IV zu verstehen.

Weitere Informationen und Protestaufruf: Der Ölberg grillt - Dort bitte auch den Film „Die Armutsindustrie“ anschauen.

Uni will erfolgreichen Design-Fachbereich schließen?

An den Entscheidern in Wuppertal kann man eigentlich nur verzweifeln. Da gibt es wohl einen Sport im Tal, der da heißt: Wie machen wir gute und erfolgreiche Dinge kaputt? Es sind nicht nur die unsäglichen Bauprojekte der Vergangenheit und Zukunft, das Fuhlrott-Museum gibt es nicht mehr, die Wagenhalle Oberbarmen steht auf der Abschußliste usw.

Jetzt geht es dem traditionsreichen Fachbereich Kommunikationsdesign an den Kragen: Uni schließt Studiengang für Designer. - Es ist kaum zu verstehen, warum ein traditionsreicher und erfolgreicher Studiengang einfach kaputt gemacht wird. Die Designer und ihr Ende: „Das war Krieg“

Design hat in Wuppertal eine über 100-jährige Tradition: Aus der „Barmer Kunstgewerbeschule“ (1894–1947) wurde die Werkkunstschule Wuppertal (1948–1972) welche wiederum im Fachbereich Design und Kunst der Bergische Universität Wuppertal aufging. Kunst design & co: Von der Kunstgewerbeschule Barmen-Elberfeld - Meisterschule - Werkkunstschule Wuppertal zum Fachbereich 5 der Bergischen … zum 100 jährigen Jubiläum Wuppertal 1994

PETITION
Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal erhalten!
Die Unterzeichner dieser Petition rufen die Hochschulleitung der Bergischen Universität Wuppertal dazu auf,

  • ihre Entscheidung rückgängig zu machen,
  • stattdessen den Studiengang Kommunikationsdesign auf hohem Niveau zu halten und weiterzuentwickeln und
  • damit den Kultur- und Wirtschaftsstandort Wuppertal langfristig konkurrenzfähig zu machen.

Unten finden Sie einen Vorschlag für ein Anschreiben, den Sie in Ihren Briefbogen einkopieren und an die Wuppertaler Hochschulleitung schicken können:

An
Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Lambert T. Koch
Rektorat
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstraße 20
42097 Wuppertal

Erhalt und Weiterentwicklung des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Koch,

Ihre Entscheidung, den Studiengang Kommunikationsdesign am Fachbereich Kunst & Design zum Wintersemester 2009/10 auslaufend einzustellen, ist sehr zu bedauern und der falsche Schritt für die Wirtschaft dieser Region.

Kommunikationsdesign hat in Wuppertal eine lange Tradition, die von der Barmer Kunstgewerbeschule von 1894 über die Werkkunstschule bis heute reicht. Über Jahrzehnte haben die hier unterrichtenden Persönlichkeiten der Universität und der Stadt in der Designfachwelt einen guten Ruf verschafft. Sie haben den Studierenden professionell und engagiert eine gute Designausbildung ermöglicht. Aus dieser Ausbildung sind viele bekannte Gestalter, Designbüros und Agenturen hervorgegangen. Sie leisten im Bereich der Unternehmenskommunikation, der neuen Medien und der klassischen Werbung exzellente und renommierte Arbeit und haben zahlreiche, auch internationale Auszeichnungen erhalten. Diese wertvolle Tradition und die herausragende Akkreditierung des aktuellen Studiengangs werden mit Ihrer Entscheidung ein für alle Mal zerstört.

“Creative Industries” sind ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Wuppertals und des Bergischen Städtedreiecks. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass ein renommierter Studiengang geschlossen werden soll, der viele junge gestaltungsinteressierte und unternehmerisch denkende Menschen nach Wuppertal bringt. Diese Menschen stärken mit ihren Ideen und Unternehmensgründungen das kulturelle Leben und die Wirtschaftskraft der Stadt Wuppertal sowie des Bergischen Städtedreiecks.

Ich fordere Sie und den Hochschulrat dazu auf, Ihre Entscheidung rückgängig zu machen und stattdessen den Studiengang Kommunikationsdesign auf hohem Niveau zu halten und weiterzuentwickeln und damit auch den Kultur- und Wirtschaftsstandort Wuppertal langfristig konkurrenzfähig zu machen.

Mit freundlichem Gruß

WIR SIND KD. IMMER NOCH.

Ein Brief an Wuppertal

von Rainer Grassmuck

Wuppertal — was ist los? Taumelst seit Jahrzehnten unkontrolliert durch die Städtelandschaft des Bergischen Landes. Bekommst nichts mehr richtig auf die Reihe, deine Bevölkerung kehrt dir langsam aber stetig den Rücken.
So stirbst du.

Hast du dich wirklich aufgegeben?


Installation 100 Jahre Wuppertal

Es gibt nichts zu Beschönigen, weder für die Gegenwart noch für die Zukunft. Projekte ohne Gesamtkonzept, Tropfen auf einen verdammt heißen Stein. Hier eine Aktion, da eine Idee — planloses Durcheinander ohne soziale und städtebauliche Strukturen.

Mit höchstdüsseldorfer Segen wird hochverschuldet das nächste Großprojekt angegangen. Der Umbau Döppersberg ist notwendig, keine Frage, aber zu diesem Zeitpunkt bestimmt nicht. Wem nutzt ein sauber gestaltetes innerstädtisches Portal, wenn einem ringsum Konzeptlosigkeit begegnet. Wuppertal, kannst du rechnen? 230 Millionen Euro soll der Umbau kosten, davon 130 Millionen Euro private Investitionen, die noch nicht vorhanden sind? Wer investiert diesen Betrag in eine Stadt, die zurzeit ein eklatantes Negativimage hat?

Du hast in den vergangenen 45 Jahren 70.000 Einwohner verloren. Darauf müsstest du mit kontrolliertem, qualitativ hochwertigem Rückbau reagieren um diese Tendenz zu stoppen. Lass uns dich lebenswerter gestalten, dass es wieder eine Freude ist, hier zu leben, hier leben zu wollen. 100 Millionen Euro öffentliche Gelder statt für den Umbau Döppersberg für eine nachhaltige Stadtgestaltung, für soziales Engagement. Stadtteilprojekte müssen die Stadt wieder zum Blühen bringen, die Schwebebahnstrecke muss attraktiv gestaltet werden. Du hast ein unerschöpfliches kulturelles Potential, nutze es.

Wuppertal steigt als Phoenix aus der Asche? Schwer vorstellbar, solange nicht kompetente Menschen sich dem Schicksal dieser Stadt bemächtigen und einen Weg für ein lebenswertes Wuppertal der Zukunft suchen und finden werden. Weg mit den düsteren Aussichten bei fortschreitender Konzeptlosigkeit, her mit den Wegbereitern für neue Ideen, und - nebenbei bemerkt - hochwertige Stadtgestaltung hat nichts mit Parteienideologie zu tun.

Wuppertal, du lohnst sich!

Rainer Grassmuck - Kunstfluss Wupper