Archive for the 'Projekte' Category

Neuer Kunstverein Wuppertal

Der “Neue Kunstverein Wuppertal (NKW)” eröffnete gestern abend in der Hofau in Wuppertal-Elberfeld seine Tore mit der ersten Vernissage. Eine spannende und gut besuchte Ausstellung von neun Künstler-Gästen, die von den Mitgliedern des Neuen Kunstvereins Wuppertal für die erste Ausstellung eingeladen wurden. (Einladungskarte/PDF)

Liste der Werke und Künstler. (PDF). - Zur Eröffnung sprachen Matthias Nocke, städtischer Amtsleiter für Kultur, und Erik Schönenberg, amtierender Vorsitzender des NKW e.V. - Der eingetragene Verein ist ein Zusammenschluß von Künstlern und Kunstfreunden, die mit viel Engagement im letzten halben Jahr diesen Start einer neuen anspruchsvollen Kunst-Galerie erarbeitet haben. Der Eröffnungsabend war ein guter Anfang für eine tragbare Idee. Weitere Information: www.neuer-kunst-verein-wuppertal.de


Johannes Jensen - Laboratorium, 2008

Zur Fotogalerie der Vernissage: Der Eröffnungsabend.

Ein Vorbericht in der WestdeutschenZeitung:
Siehe Ankündigung: Ein neuer Verein für die Kunst in Wuppertal

www.neuer-kunstverein-wuppertal.de

Ölbergfest 2010

Ein wunderbares Stadtfest mit sehr vielen Besuchern, bei schönstem Wetter mit kreativen und sympathischen Menschen. - Das Straßentheater bei unserem Stand von Rakete e.V. war prima. - Und das Feuerwerk, und die Musik, und das Essen.

Wukania

Wuppertal kann nicht untergehen, bei richtiger Investition in Bildung und Kultur. - Ein Erfahrungsbericht der Oberbürgermeisterin aus der Zukunft 2030.


Direktvideolink

Wukania Teil 2:


Filmlink

Ein Film des Medienprojekt Wuppertal zum Thema: “Wuppertal kackt ab”

Talfahrt Super Wuppertal (Medienprojekt)

Videos gegen bzw. über den Niedergang Wuppertals. Ergebnisse des “Medienprojekt Wuppertal” zum Thema: Wuppertal kackt ab. - Ein Zusammenstellung der Filme wurde am Welttheatertag im Schauspielhaus mit großem Erfolg gezeigt.


Direktlink

Talfahrt mit Entführung:


Direktlink

Der Masterplan


Direktlink

Mehr Videos und Infos auf den Seiten des Medienprojekts.

Heute Twupperparty

Tupper Twitter Wupper Twupperparty

ab 20 Uhr, Mit Lesung 500Beine und Stiller Teilhaber an der Guitarre.
dazwischen Vorstellung des Projekts www.nord-stadt.de
In der Rakete, Schreinerstraße 4, 42105 Wuppertal

twupperparty - flyerAndreas Glumm - Lesung

www.rakete-ev.de 500beine.myblog.de @dieroteellen


Lichterwege 2010

Die Lichterwege am Ostersbaum in Wuppertal fanden, nach der Verlegung wegen des Wetters (zuviel Schnee), am letzten Dienstag statt.
Villeicht lade ich heute abend noch ein Video dazu hoch. ;)

Kompetenznetz Bürgerhaushalt gegründet

Pressemitteilung
Ideenwerkstatt Wuppertal

Am Montag, den 16.11. wurde in den Räumen des Wuppertal Instituts das „Kompetenznetz Bürgerhaushalt“ gegründet. Dieter Hofmann von der Ideenwerkstatt Wuppertal hatte BürgerInnen, ExpertInnen und Parteien eingeladen, im Zusammenhang mit der desaströsen Haushaltslage der Stadt das Konzept des Bürgerhaushalts zu diskutieren, das bereits in vielen Kommunen erfolgreich angewendet wird.

Da Bürgerinnen und Bürger die Betroffenen der anstehenden Sparmaßnahmen sind, ist ein offener Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft notwendig, um die negativen Folgen abzumildern und die Ressourcen der Zivilgesellschaft zu mobilisieren. „Die Bürger sind nah an den Problemen. Im Bürgerhaushalt wird das Fachwissen der Experten mit dem Querschnittswissen der unmittelbar Betroffenen zusammengebracht,“ so Professor Hans Lietzmann von der Forschungs-stelle Bürgerbeteiligung an der Bergischen Universität Wuppertal.

Alle interessierten Privatpersonen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Parteien sind dazu eingeladen, die weiteren Schritte zur Einführung des Bürgerhaushaltes mitzugestalten. Das nächste Treffen des Kompetenznetzes Bürgerhaushalt findet am 30.11.09 um 18:00 Uhr in der Färberei, Stennert 8, Wuppertal-Oberbarmen statt.

Dieter Hofmann
Ideenwerkstatt Wuppertal
ideenwerkstatt-wuppertal|ät|gmx|punkt|de

Prof. Dr. Hans J. Lietzmann
Lehrstuhl Politikwissenschaft I / Bergische Universität Wuppertal
Jean-Monnet-Professor for European Studies
Forschungsstelle Bürgerbeteiligung / Institut für Bürgerschaftliche Politik in Europa
lietzmann|ät|uni-wuppertal|punkt|de

Original-PDF: Kompetenznetz Bürgerhaushalt

Hintergrund: Heute wurde das Sparkonzept der Stadt Wuppertal vorgestellt, mit drastischen Einschnitten für die Bürger.

Hier das offizielle Haushaltssicherungskonzept der Stadt Wuppertal (PDF).

Zeitreise: Ölberg 2020

Unser Mehmet mit Kartoffelpürré für die Integration:

WZ: Satirische Zeitreise auf den Ölberg

Figura Magica

Die *Figura Magica* ist wieder da!

Nach einer 18-Jährigen Weltreise ist die Skulptur des Künstler-Kollegen Berheide endlich wieder in Wuppertal angekommen. Sie wurde letzten Montag vor dem Schauspielhaus abgeladen und empfangen.

Zeitung: Weltreise beendet: Die Figura Magica ist wieder in Wuppertal

Eine schöne Aktion.

Wuppertal scheint seit dieser Woche äußerst geerdet zu sein! ;)

Das Gesamtkunstwerk Wupper

Ausstellung im K1 Art-Café, Oststraße 12, 42277 Wuppertal
k1artcafe.de

www.gesamtkunstwerk-wupper.de

Wie schon angekündigt, stellen wir vom 02. Oktober bis zum 11. November eine Dokumentation im K1 Art-Café in Wuppertal- Wichlinghausen aus.
Das Rahmenprogramm steht nun fest:

02.10. 19:00 - Vernissage
06.10. 19:00 - Künstlertreff
17.10. 19:00 - WOGA (Wuppertal-Ost) Bildervortrag von Heinz-Eberhard Boden
18.10. 17:00 - WOGA (Wuppertal-Ost)
22.10. 20:00 - Live-Konzert mit Sascha Gutzeit (Eintritt 10 €)

29.10. 19:00 - Diskussionsabend mit interessanten Gästen aus Politik, Verwaltung, Kultur

03.11. 20:00 - DVD-Abend - Dröpelminna und WupperStrand

10.11. 19:00 - Nichtnurkünstlertreff - Projekt Wupperarche
ein Abend mit dem Künstler BrindlArt

Wer am 22. Oktober das Sascha Gutzeit Konzert miterleben will, sollte schnell Karten vorbestellen, da die Teilnehmerzahl auf 70 begrenzt ist. Es ist damit zu rechnen, dass das Konzert, sobald der Termin in den Medien steht, ruckzuck ausverkauft ist.
Vorbestellungen nimmt Michael Hoffmann, K1 Art-Café, Tel. 0202-2604124, entgegen.

www.gesamtkunstwerk-wupper.de

Dieses ist ein Auszug aus dem Newsletter. Alle angaben ohne Gewähr.

Die lustigen Fische im Knoten

Liebes Tagebuch, leider habe ich Dir folgendes vorenthalten:

Das Clownfisch-Projekt hatte im Juni sein Schöpfungs-Release mit einer Ausstellung in den ELBA-Hallen komplettiert. - Zum 6.6.09 habe ich mir extra das Preview der Ausstellung angeschaut. - Das Clownfisch-Netzwerk hatte schon über Jahr an dem Projekt gearbeitet. - Ein Blanko-Heft wurde damals ausgegeben, welches zum Thema Schöpfung frei befüllt werden sollte. - Alle zurückgegebenen Exemplare haben sie schön ausgebreitet und ausgestellt. - Mein Exemplar mit den Stempel-Erdbeeren vom letzten Jahr war auch dabei! - Viele Künstler haben die gegebenen Räume mit ihren Werken zum Thema Schöpfung bestückt. (folgend Fotos vom Preview - unten mit Video)

Kurzes Video mit Schwenk und im Hintergrund die Video-Installation von Aylin Yavuz zu sehen. - (Auch im Bild zu sehen der gute Maler-Kollege, Nordstadtkünstler und Tänzer aus der Galerie Olga welcher verabschiedet gerade eine Freundin per Umarmung - Tja, so sind wir in W-Tal.)

Direkt-Videolink

Das Clownfischschöpfungsprojekt hatte seine Spitze im Release des neuen Albums:

Nach der Schöpfung wurde die Ausstellung in den bekannten ELBA-Hallen erweitert zum Kunst-Cluster. - Vor einem Jahr startete der Kunst-Cluster (Cluster [engl.] = Netz/Knoten) mit der künstlerischen Eroberung dieser alten Industrieräume. Mit den Küppers-Burschen haben wir einen Investor in der Stadt, der genau weiß, wie er das riesige Potential der Künstler dieser Stadt einsetzen kann, muß und soll!

Bei diesem Cluster/Knoten haben einige Kollegen ihre Projekte vom letztem Jahr erweitert und ausgebaut. - Schön muß ich sagen, denn endlich genoß ich meine Rolle als Besucher, ohne Produzent vor Ort zu sein! ;) - Mit der Katholiken-Disco hat Sdunek eine kongeniale Replik zu seinem Raum von letztem Jahr geschaffen. - Seddikis mechanische Installation war wieder fein und punktgenau. - Marks’ beiden großen Gemälde standen selbstewußt wie immer… Nicht jeden Kollegen und Kollegin kann ich erwähnen. - Ich hoffe, Ihr ward alle dort!

Besonders gefreut hat mich die Art und Weise, wie die Kollegen mit den Räumen umgegangen sind, die ich letztes Jahr so improvisiert bespielt habe! - Kollege Olaf Faustmann hat meinen Vornamen einfach an der Wand stehen lassen und seinen Nachnamen einfach druntergeschrieben. - Auch auf meine hinterlassenen Erdbeerstempeln haben die Leute reagiert und ihre Zeichnungen dazugesetzt. - Das empfand ich als Geschenk für mich und genauso passiert der Dialog unter Künstlern! - Selbst die Fotokünstlerin hat in meinem alten Erdbeerraum meinen Schriftzug Engel stehen lassen und darüber ihre Fotoserie mit Engel-Andeutungen gesetzt. - herrlich, danke ;)

Wir Künstler haben schon letztes Jahr die Räume für unsere Stadt erobert. - Gerne hätte ich jetzt auch dort mit gemacht, aber dieses Fuck-Ökonomie-Leben hat es verhindert - man kann nicht alles machen. - Der Geist der Erdbeere war auf jeden Fall vor Ort, und immerhin, wie gesagt: Ich genoß meine Rolle als Besucher, denn ich genieße Kunst und bin ein gutes Publikum - als Publikum bin ich das Beste, welches man sich wünschen kann…

Jetzt ist auch Pina Bausch verschwunden.

Als ich Anfang dieses Jahres das mit Gerd hörte, da wußte ich daß 2009 das Jahr des Todes wird. - Die alte Künstlergarde stiehlt sich davon, weil sie weiß, daß ein Systemwechsel ansteht. Das Staffel wurde weitergegeben.

Mit Gerd wollte ich noch Theater machen, das war abgesprochen. Mit Ann-Katrin (Texterin/Grafikerin) habe ich mich beim Kunst-Cluster letztes Jahr erst gestritten und danach angenehmen Chill-Out zusammen gemacht. Sie mußte sich kürzlich selber aus dem Leben nehmen. Als endlich der Tod von Andreas (Maler, Grafiker, Lehrer, Galerist) gemeldet wurde, war ich tiefgetroffen - obwohl sein Break schon vor drei bis vier Jahren war und er sich seitdem totgesoffen hat.

Michael Jackson ist natürlich ein anderes Kaliber. Trotzdem berührt es mich, denn Billy Jean ist ein geniales Lied.

Als vor zwei Jahren Juri Adaev in Moskau starb, hat mir das seine Ex-Frau berichtet. - Von dem habe ich viel gelernt, meiomei. (Direkter Lehrer im Atelier Oberbarmen)

Nun hat sich die Pina also auch für einen Abgang entschieden. Ihr Theater war ein begleiter für mein Leben hier. - Berührende Kunst, immer wieder. Leider kann ich nicht oft ins Theater gehen, das letzte Stück erlebte ich vor zwei Jahren. (Pina Bausch in Indien vor zwei Jahren in Wuppertal.)

Ist schon interessant wie so eine Künstlerin ein Leben begleitet. Alle paar Jahre habe ich ein neues Stück von ihr hier vor Ort gesehen. - Mit Freunden zusammen, und man redet darüber und es gibt Bilder die bleiben. - Besonders schön finde ich vor allem die Befruchtung dieser Stadt mit Tanz. Da wäre ich alleine nie drauf gekommen. - Die Tänzer trifft man hier normal in der Stadt und einige davon experimentieren hier in den Hinterhöfen an Soloprojekten.

Das erinnert mich auch an Peter Kowald, damals studierte ich Philosphie und malte nur. - Jemand erzählte mir von Kowalds Ort und das wars für mich. Damit lernte ich Jazz und Improvisation und Session kennen und schätzen - auch mir als bildender Künstler hat Kowald Impulse gegeben. - Kunst geschieht im Augenblick, das habe ich in Wuppertal immer wieder vor Ort erlebt.

Danke euch allen.

Ein Brief an Wuppertal

von Rainer Grassmuck

Wuppertal — was ist los? Taumelst seit Jahrzehnten unkontrolliert durch die Städtelandschaft des Bergischen Landes. Bekommst nichts mehr richtig auf die Reihe, deine Bevölkerung kehrt dir langsam aber stetig den Rücken.
So stirbst du.

Hast du dich wirklich aufgegeben?


Installation 100 Jahre Wuppertal

Es gibt nichts zu Beschönigen, weder für die Gegenwart noch für die Zukunft. Projekte ohne Gesamtkonzept, Tropfen auf einen verdammt heißen Stein. Hier eine Aktion, da eine Idee — planloses Durcheinander ohne soziale und städtebauliche Strukturen.

Mit höchstdüsseldorfer Segen wird hochverschuldet das nächste Großprojekt angegangen. Der Umbau Döppersberg ist notwendig, keine Frage, aber zu diesem Zeitpunkt bestimmt nicht. Wem nutzt ein sauber gestaltetes innerstädtisches Portal, wenn einem ringsum Konzeptlosigkeit begegnet. Wuppertal, kannst du rechnen? 230 Millionen Euro soll der Umbau kosten, davon 130 Millionen Euro private Investitionen, die noch nicht vorhanden sind? Wer investiert diesen Betrag in eine Stadt, die zurzeit ein eklatantes Negativimage hat?

Du hast in den vergangenen 45 Jahren 70.000 Einwohner verloren. Darauf müsstest du mit kontrolliertem, qualitativ hochwertigem Rückbau reagieren um diese Tendenz zu stoppen. Lass uns dich lebenswerter gestalten, dass es wieder eine Freude ist, hier zu leben, hier leben zu wollen. 100 Millionen Euro öffentliche Gelder statt für den Umbau Döppersberg für eine nachhaltige Stadtgestaltung, für soziales Engagement. Stadtteilprojekte müssen die Stadt wieder zum Blühen bringen, die Schwebebahnstrecke muss attraktiv gestaltet werden. Du hast ein unerschöpfliches kulturelles Potential, nutze es.

Wuppertal steigt als Phoenix aus der Asche? Schwer vorstellbar, solange nicht kompetente Menschen sich dem Schicksal dieser Stadt bemächtigen und einen Weg für ein lebenswertes Wuppertal der Zukunft suchen und finden werden. Weg mit den düsteren Aussichten bei fortschreitender Konzeptlosigkeit, her mit den Wegbereitern für neue Ideen, und - nebenbei bemerkt - hochwertige Stadtgestaltung hat nichts mit Parteienideologie zu tun.

Wuppertal, du lohnst sich!

Rainer Grassmuck - Kunstfluss Wupper