An den Entscheidern in Wuppertal kann man eigentlich nur verzweifeln. Da gibt es wohl einen Sport im Tal, der da heißt: Wie machen wir gute und erfolgreiche Dinge kaputt? Es sind nicht nur die unsäglichen Bauprojekte der Vergangenheit und Zukunft, das Fuhlrott-Museum gibt es nicht mehr, die Wagenhalle Oberbarmen steht auf der Abschußliste usw.
Jetzt geht es dem traditionsreichen Fachbereich Kommunikationsdesign an den Kragen: Uni schließt Studiengang für Designer. - Es ist kaum zu verstehen, warum ein traditionsreicher und erfolgreicher Studiengang einfach kaputt gemacht wird. Die Designer und ihr Ende: „Das war Krieg“
Design hat in Wuppertal eine über 100-jährige Tradition: Aus der „Barmer Kunstgewerbeschule“ (1894–1947) wurde die Werkkunstschule Wuppertal (1948–1972) welche wiederum im Fachbereich Design und Kunst der Bergische Universität Wuppertal aufging. Kunst design & co: Von der Kunstgewerbeschule Barmen-Elberfeld - Meisterschule - Werkkunstschule Wuppertal zum Fachbereich 5 der Bergischen … zum 100 jährigen Jubiläum Wuppertal 1994
PETITION
Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal erhalten!
Die Unterzeichner dieser Petition rufen die Hochschulleitung der Bergischen Universität Wuppertal dazu auf,
- ihre Entscheidung rückgängig zu machen,
- stattdessen den Studiengang Kommunikationsdesign auf hohem Niveau zu halten und weiterzuentwickeln und
- damit den Kultur- und Wirtschaftsstandort Wuppertal langfristig konkurrenzfähig zu machen.
Unten finden Sie einen Vorschlag für ein Anschreiben, den Sie in Ihren Briefbogen einkopieren und an die Wuppertaler Hochschulleitung schicken können:
An
Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Lambert T. Koch
Rektorat
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstraße 20
42097 WuppertalErhalt und Weiterentwicklung des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Koch,
Ihre Entscheidung, den Studiengang Kommunikationsdesign am Fachbereich Kunst & Design zum Wintersemester 2009/10 auslaufend einzustellen, ist sehr zu bedauern und der falsche Schritt für die Wirtschaft dieser Region.
Kommunikationsdesign hat in Wuppertal eine lange Tradition, die von der Barmer Kunstgewerbeschule von 1894 über die Werkkunstschule bis heute reicht. Über Jahrzehnte haben die hier unterrichtenden Persönlichkeiten der Universität und der Stadt in der Designfachwelt einen guten Ruf verschafft. Sie haben den Studierenden professionell und engagiert eine gute Designausbildung ermöglicht. Aus dieser Ausbildung sind viele bekannte Gestalter, Designbüros und Agenturen hervorgegangen. Sie leisten im Bereich der Unternehmenskommunikation, der neuen Medien und der klassischen Werbung exzellente und renommierte Arbeit und haben zahlreiche, auch internationale Auszeichnungen erhalten. Diese wertvolle Tradition und die herausragende Akkreditierung des aktuellen Studiengangs werden mit Ihrer Entscheidung ein für alle Mal zerstört.
“Creative Industries” sind ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Wuppertals und des Bergischen Städtedreiecks. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass ein renommierter Studiengang geschlossen werden soll, der viele junge gestaltungsinteressierte und unternehmerisch denkende Menschen nach Wuppertal bringt. Diese Menschen stärken mit ihren Ideen und Unternehmensgründungen das kulturelle Leben und die Wirtschaftskraft der Stadt Wuppertal sowie des Bergischen Städtedreiecks.
Ich fordere Sie und den Hochschulrat dazu auf, Ihre Entscheidung rückgängig zu machen und stattdessen den Studiengang Kommunikationsdesign auf hohem Niveau zu halten und weiterzuentwickeln und damit auch den Kultur- und Wirtschaftsstandort Wuppertal langfristig konkurrenzfähig zu machen.
Mit freundlichem Gruß
Wer seinen Abschluß in KD gemacht hat, der strebt eine leitende Position an, eine Position, in der man Konzepte entwerfen und realisieren kann, Positionen, in denen man etwas bewegen kann.
Gerade deswegen ist dieser Studiengang auch so wichtig für den Standort Wuppertal. Denn Wuppertal ist dabei immer mehr zu veröden, da kann die Stadt es sich nicht erlauben ihren kreativen Input einfach von sich zu stoßen.
Wuppertal braucht KD, weil KDler etwas bewegen können.