Tacheles Reden gegen Fehlentscheidung - Kommunikationsdesign erhalten!

Zur unsäglichen Entscheidung der Bergischen Universität in Wuppertal, den erfolgreichen Fachbereich Kommunikationsdesign zu schließen, haben sich schon 1298 Mitzeichner dagegen ausgesprochen! Wer noch nicht hat, sollte sich der Petition anschließen: Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal erhalten!

Da gibt es in der Mitzeichnerliste einige Kommentare, die klar machen, wie bescheuert diese Fehlentscheidung ist. Auch ein kräftiger Unmut über kommunalpolitische Entscheidungen in Wuppertal überhaupt scheint dabei durch. - Umso bezeichnender ist, daß sich Stadt-Offizielle und/oder etablierte Parteien gar nicht zu Wort melden, außer der LINKEN und der WfW. (Nur der Ex-OB Kremendahl nimmt einsam Stellung.)

Dabei sind in der Petitionsliste einige Prominente vertreten, bundesweite Stimmen und auch international! - Einige lesenswerte Kommentare habe ich hier mal versammelt:

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Dipl.Des RME STREUF WfW (Verein statt Partei) Wuppertal

Liebe Kollegen, ich als Oberbürgermeisterkandidat 2009 und Kandidat der Liste 4, WfW, fühle mich besonders betroffen, denn der Ungeist hat das kleine Wuppertal schlechthin auf breitester Front ergriffen! Wenn das Radio Wuppertal eine meiner privaten Webseiten anonym als “eher peinlich” bezeichnet, weiss man eben, das Wahlkampf ist, aber was für Einer! Als Lucas-Preisträger und Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf, Wirt und Glühwurm rufe ich in das Tal: “Besinnt Euch, Ihr Wahnsinnigen! Es sind ja nicht nur die Taten der Jetztzeit, Ihr tretet auch die ganze Tradition der Wuppertaler Werkkunstschule mit Füßen, die genial und hochprofessionell weiter- entwickelt wurde, kann es denn Neid sein? Ade-Schüler Rempen ging als Investor der Gehry-Häuser im Düsseldorfer Hafen in die Geschichte ein, Volker Anding holte 4 Grimme-Preise, die Liste der Erfolge ist unendlich fort- zusetzen! Besinnt Euch, bevor wir Euch besinnen! Hupf! Eine gesonderte Petition folgt! EUER STREUF EUER

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marita dctp tv düsseldorf

Wenn dieser Studiengang - möglicherweise aus finanziellen Gründen - eingestellt werden soll, entzieht sich die Stadt ein weiteres wichtiges Kulturelement . Lassen Sie die Stadt nicht weiter an Bedeutung auf intern. Ebene verlieren - es hat lange gedauert, Wuppertal kulturell aufzubauen. Pina Bausch sei dank und auch dem Fachbereich Kommunikationsdesign.

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Dipl.-Des. Hartmut S. Hochschule Niederrhein Krefeld

Bei mehreren Lehraufträgen in Wuppertal hatte ich Einblick in die erstklassige Lehre im Fachbereich Kommunikationsdesign. Die jetzige Schließung stellt für die Designlandschaft NRW einen herben Schlag dar. Genauso gut könnte man auch die Wuppertaler Schwebebahn abreissen mit dem Argument, es gäbe zu wenig Fahrgäste. Der Andrang von Bewerbern auf ein Kommunikationsdesign-Studium in NRW ist enorm, so dass aus Kapazitätsgründen hier oft Ablehnungen erfolgen müssen.

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Dr. Hans Kremendahl Wuppertal (Ex-OB)

Der Studiengang ist eines der High-Lights der Bergischen Universität. Er sollte erhalten bleiben.

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Mag. Cordula Alessandri Wien

Die Portfolios der Abgänger des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Bergischen Universitaet Wuppertal gehören zu den besten, die mir seit Jahren immer wieder zugesandt werden. es wäre fatal diese hervorragende Aussbildungstätte aufzugeben !!!

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Heinz-Peter Beiter Textilveredelung Beiter Remscheid

Es ist nicht Verwunderlich, wenn immer mehr Firmen in das Ausland abwandern, wenn kein entsprechendes Fachpersonal mehr in Deutschland zu bekommen ist. Weiter so, nichts fördern, nichts lehren, nichts unterstützen - laut jammern und das Geld in die Taschen unserer Politiker. Es lebe der Wirtschaftsstandort Deutschland !!!!

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DIE LINKE im Rat Wuppertal

Das Fach Kommunikationsdesign mit langer Tradition ist Aushängeschild der Bergischen Universität mit überregionalem Ruf und muss erhalten bleiben. Semester- und Abschlussarbeiten werden regelmäßig mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Bildungsangebote mit hoher Qualität zu schließen ist ein falsches Signal. Die Streichung des Fachs bedeutet einen weiteren Abbau der wissenschaftlichen Vielfalt an der Bergischen Universität. Aus dem Fachbereich kamen immer wichtige Impulse für Kultur und Wirtschaft und schufen den Design-Standort Wuppertal. Die Schließung schadet nicht nur dem Ruf der Bergischen Universität, sondern auch dem Ruf der ganzen Stadt.

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Judith Genske

Es ist eine Katastrophe, wenn die Universität sich selbst in dieser Form demontiert, sich sehenden Auges in die Mittelmäßigkeit und Austauschbarkeit begiebt und bereit ist, sich in dieser Weise letzlich selbst abzuschaffen. Ein gemeinsamer Trend mit der Stadt Wuppertal, der uns alle fassungslos macht.

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Diplom Designer Daniel K. Düsseldorf

Den Studiengang in Wuppertal zu schliessen, ist schwachsinn, schon jetzt ist in D,dorf nicht genug PLatz, geschweige den in Köln oder Dortmund. Ausserdem war der Studiengang einmalig in der KOmbination mit einer Universität (-> Stichwort Aufbau Diplom, bzw mögliche Promotion als Designer )

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Julian

Der Studiengang ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und eine Schmiede für kreative Köpfe, die sich in Werbung und Produktentwicklung einbringen möchten. Da dies in Zukunft noch weiter und intensiver erforderlich für wirtschaftlichen Erfolg ist, wäre eine Auflösung dieses Studiengangs nicht tragbar und absolut unverantwortlich. Das Studium und die zuständige Universität haben doch die Aufgabe eine Bildungselite heranzuführen, die uns das Leben in zukunft erleichtern und schöner gestalten soll. Niemand hat das Recht dieser Bestimmung Steine in den Weg zu legen.

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Dipl.-Des. Ingo G. Wuppertal

Wuppertal hat schon genug Imageprobleme und voraussichtlich eine wirtschaftlich düstere Zukunft. Neben dem einzigartig schrägen Charme aus der Mischung und den Gegensätzen von Versatzstücken ruhmreicher Historie und architektonischen Todsünden, Schönheit und schleichendem Verfall ist die Kultur und geballte Kreativität in dieser Stadt stark mitverantwortlich dafür, dass man sich hier trotz allem sehr wohl fühlen kann. Mit der ungewissen Zukunft des Tanztheaters, der Diskussionen um das Synfonieorchester nun auch noch die geplante Schließung des Studiengangs KD - das bedeutet die absolute Selbstverstümmelung Wuppertals. Wieviele kreative Köpfe werden in Zukunft wohl nicht mehr nach Wuppertal kommen und die Stadt bereichern?

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Martin

Schade genug, dass Studiengänge sich überhaupt rechtfertigen müssen in puncto “Rentabilität”. Verwunderlich aber regelrecht, dass selbst die Funktion “Aushängeschild” ein Wuppertaler Erfolgsfach wie Kommunikationsdesign offenbar nicht mehr “rentabel” erscheinen lässt.

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Christian Wuppertal

Als Industrial Designer an der Uni Wuppertal finde ich es wichtig und richtig, dass Kommunikationsdesign erhalten bleiben muss, zum gegenseitigen Austausch, als Inspirationsquelle und allein der Studierenden wegen…

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Dipl. Design (FH) Stephan M. koelnerverlagsagentur.de Köln

Die Strahlwirkung des vorbildlichen Wuppertaler Designs zu verlieren wird nicht weniger als Deutschland schaden.

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Christian Boros Wuppertal

Man darf keine Stärken schwächen!

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Dank gebührt Anni Roolf für die Organisation der Online-Petition. Weitere Info: WIR SIND KD.

1 Response to “Tacheles Reden gegen Fehlentscheidung - Kommunikationsdesign erhalten!”


  1. 1 Daniel T. Hoffmann

    Ein Studium der Kommunikation am Standort Wuppertal ist wichtig für das unternehmerisch Umfeld! Woher soll der Nachwuchs für die unzähligen Ageturen kommen? Woher soll die Innvoatinoskraft für die Unternehmen von Wtal kommen?
    Es ist ein Fehler für den gesamten Standort Wuppertal!

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