Monthly Archive for Juli, 2009

Empfehlung: Floating Island

Diego Lis gastiert wieder mit seinem Projekt Floating Island im Tal. Morgen am Samstag den 1. August findet die Performance Schattenbilder am Islandufer statt. - Dabei kommt die neue Treppenanlage zum Wupperufer zum Zuge.

Letztes Jahr bespielte Floating Island mit einer internationalen Gruppe das Tal mit speziellen Performances über mehrere Tage. Siehe Street-Art-Fahrt oder Kunst ohne Grenzen - Das Projekt hatte ich letztes Jahr halbwegs mit der Kamera begleitet. Hier eine Zusammenfassung der Kunst ohne Grenzen vom letzten März mit Fotos und Videos. (Ich glaube, eine Station fehlt.)

Empfehlung zum Wochenende: Konzert mit Lex Parka und Stiller Teilhaber

Der Kunst- und Kulturverein Rakete e. V. hat wieder ein klasse Event zu bieten:

Lex Parka und Stiller Teilhaber geben sich jeweils mit Soloauftritten die Ehre. Solo Punk Songs und Weird Urban Country Dub - das ist Experimentalmusik abseits vom Mainstream. Am Freitag abend, den 31.07.09 ab 20:00 Uhr (Einlaß) in der Schreinerstraße 4. - Mehr Info bei www.rakete-ev.de

Als Vorschau hier Lex Parka vor zwei Jahren, auch in der Rakete:


videolink

Tacheles Reden gegen Fehlentscheidung - Kommunikationsdesign erhalten!

Zur unsäglichen Entscheidung der Bergischen Universität in Wuppertal, den erfolgreichen Fachbereich Kommunikationsdesign zu schließen, haben sich schon 1298 Mitzeichner dagegen ausgesprochen! Wer noch nicht hat, sollte sich der Petition anschließen: Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal erhalten!

Da gibt es in der Mitzeichnerliste einige Kommentare, die klar machen, wie bescheuert diese Fehlentscheidung ist. Auch ein kräftiger Unmut über kommunalpolitische Entscheidungen in Wuppertal überhaupt scheint dabei durch. - Umso bezeichnender ist, daß sich Stadt-Offizielle und/oder etablierte Parteien gar nicht zu Wort melden, außer der LINKEN und der WfW. (Nur der Ex-OB Kremendahl nimmt einsam Stellung.)

Dabei sind in der Petitionsliste einige Prominente vertreten, bundesweite Stimmen und auch international! - Einige lesenswerte Kommentare habe ich hier mal versammelt:

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Dipl.Des RME STREUF WfW (Verein statt Partei) Wuppertal

Liebe Kollegen, ich als Oberbürgermeisterkandidat 2009 und Kandidat der Liste 4, WfW, fühle mich besonders betroffen, denn der Ungeist hat das kleine Wuppertal schlechthin auf breitester Front ergriffen! Wenn das Radio Wuppertal eine meiner privaten Webseiten anonym als “eher peinlich” bezeichnet, weiss man eben, das Wahlkampf ist, aber was für Einer! Als Lucas-Preisträger und Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf, Wirt und Glühwurm rufe ich in das Tal: “Besinnt Euch, Ihr Wahnsinnigen! Es sind ja nicht nur die Taten der Jetztzeit, Ihr tretet auch die ganze Tradition der Wuppertaler Werkkunstschule mit Füßen, die genial und hochprofessionell weiter- entwickelt wurde, kann es denn Neid sein? Ade-Schüler Rempen ging als Investor der Gehry-Häuser im Düsseldorfer Hafen in die Geschichte ein, Volker Anding holte 4 Grimme-Preise, die Liste der Erfolge ist unendlich fort- zusetzen! Besinnt Euch, bevor wir Euch besinnen! Hupf! Eine gesonderte Petition folgt! EUER STREUF EUER

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marita dctp tv düsseldorf

Wenn dieser Studiengang - möglicherweise aus finanziellen Gründen - eingestellt werden soll, entzieht sich die Stadt ein weiteres wichtiges Kulturelement . Lassen Sie die Stadt nicht weiter an Bedeutung auf intern. Ebene verlieren - es hat lange gedauert, Wuppertal kulturell aufzubauen. Pina Bausch sei dank und auch dem Fachbereich Kommunikationsdesign.

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Dipl.-Des. Hartmut S. Hochschule Niederrhein Krefeld

Bei mehreren Lehraufträgen in Wuppertal hatte ich Einblick in die erstklassige Lehre im Fachbereich Kommunikationsdesign. Die jetzige Schließung stellt für die Designlandschaft NRW einen herben Schlag dar. Genauso gut könnte man auch die Wuppertaler Schwebebahn abreissen mit dem Argument, es gäbe zu wenig Fahrgäste. Der Andrang von Bewerbern auf ein Kommunikationsdesign-Studium in NRW ist enorm, so dass aus Kapazitätsgründen hier oft Ablehnungen erfolgen müssen.

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Dr. Hans Kremendahl Wuppertal (Ex-OB)

Der Studiengang ist eines der High-Lights der Bergischen Universität. Er sollte erhalten bleiben.

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Mag. Cordula Alessandri Wien

Die Portfolios der Abgänger des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Bergischen Universitaet Wuppertal gehören zu den besten, die mir seit Jahren immer wieder zugesandt werden. es wäre fatal diese hervorragende Aussbildungstätte aufzugeben !!!

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Heinz-Peter Beiter Textilveredelung Beiter Remscheid

Es ist nicht Verwunderlich, wenn immer mehr Firmen in das Ausland abwandern, wenn kein entsprechendes Fachpersonal mehr in Deutschland zu bekommen ist. Weiter so, nichts fördern, nichts lehren, nichts unterstützen - laut jammern und das Geld in die Taschen unserer Politiker. Es lebe der Wirtschaftsstandort Deutschland !!!!

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DIE LINKE im Rat Wuppertal

Das Fach Kommunikationsdesign mit langer Tradition ist Aushängeschild der Bergischen Universität mit überregionalem Ruf und muss erhalten bleiben. Semester- und Abschlussarbeiten werden regelmäßig mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Bildungsangebote mit hoher Qualität zu schließen ist ein falsches Signal. Die Streichung des Fachs bedeutet einen weiteren Abbau der wissenschaftlichen Vielfalt an der Bergischen Universität. Aus dem Fachbereich kamen immer wichtige Impulse für Kultur und Wirtschaft und schufen den Design-Standort Wuppertal. Die Schließung schadet nicht nur dem Ruf der Bergischen Universität, sondern auch dem Ruf der ganzen Stadt.

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Judith Genske

Es ist eine Katastrophe, wenn die Universität sich selbst in dieser Form demontiert, sich sehenden Auges in die Mittelmäßigkeit und Austauschbarkeit begiebt und bereit ist, sich in dieser Weise letzlich selbst abzuschaffen. Ein gemeinsamer Trend mit der Stadt Wuppertal, der uns alle fassungslos macht.

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Diplom Designer Daniel K. Düsseldorf

Den Studiengang in Wuppertal zu schliessen, ist schwachsinn, schon jetzt ist in D,dorf nicht genug PLatz, geschweige den in Köln oder Dortmund. Ausserdem war der Studiengang einmalig in der KOmbination mit einer Universität (-> Stichwort Aufbau Diplom, bzw mögliche Promotion als Designer )

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Julian

Der Studiengang ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und eine Schmiede für kreative Köpfe, die sich in Werbung und Produktentwicklung einbringen möchten. Da dies in Zukunft noch weiter und intensiver erforderlich für wirtschaftlichen Erfolg ist, wäre eine Auflösung dieses Studiengangs nicht tragbar und absolut unverantwortlich. Das Studium und die zuständige Universität haben doch die Aufgabe eine Bildungselite heranzuführen, die uns das Leben in zukunft erleichtern und schöner gestalten soll. Niemand hat das Recht dieser Bestimmung Steine in den Weg zu legen.

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Dipl.-Des. Ingo G. Wuppertal

Wuppertal hat schon genug Imageprobleme und voraussichtlich eine wirtschaftlich düstere Zukunft. Neben dem einzigartig schrägen Charme aus der Mischung und den Gegensätzen von Versatzstücken ruhmreicher Historie und architektonischen Todsünden, Schönheit und schleichendem Verfall ist die Kultur und geballte Kreativität in dieser Stadt stark mitverantwortlich dafür, dass man sich hier trotz allem sehr wohl fühlen kann. Mit der ungewissen Zukunft des Tanztheaters, der Diskussionen um das Synfonieorchester nun auch noch die geplante Schließung des Studiengangs KD - das bedeutet die absolute Selbstverstümmelung Wuppertals. Wieviele kreative Köpfe werden in Zukunft wohl nicht mehr nach Wuppertal kommen und die Stadt bereichern?

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Martin

Schade genug, dass Studiengänge sich überhaupt rechtfertigen müssen in puncto “Rentabilität”. Verwunderlich aber regelrecht, dass selbst die Funktion “Aushängeschild” ein Wuppertaler Erfolgsfach wie Kommunikationsdesign offenbar nicht mehr “rentabel” erscheinen lässt.

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Christian Wuppertal

Als Industrial Designer an der Uni Wuppertal finde ich es wichtig und richtig, dass Kommunikationsdesign erhalten bleiben muss, zum gegenseitigen Austausch, als Inspirationsquelle und allein der Studierenden wegen…

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Dipl. Design (FH) Stephan M. koelnerverlagsagentur.de Köln

Die Strahlwirkung des vorbildlichen Wuppertaler Designs zu verlieren wird nicht weniger als Deutschland schaden.

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Christian Boros Wuppertal

Man darf keine Stärken schwächen!

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Dank gebührt Anni Roolf für die Organisation der Online-Petition. Weitere Info: WIR SIND KD.

Das einzigartige Gestell

Das Tal mausert sich zur Kunststadt. Es merkt nur keiner ;)

Das alte Gerüst der Schwebebahn wurde geschreddert, nur der Engel hat es in einmaligen Ansichten für Generationen erhalten. Dabei ist die bildnerische Komposition und Ausführung keine bloße Abschilderung, ja, es geht noch nicht einmal um die Schwebebahn, obwohl diese als Allegorie wiederum von Bedeutung ist. In den Gemälden liegt einiges zum nachdenken. Und die Gedanken kann man tatsächlich sehen! Der Feuilleton-Artikel in der WZ liefert ein paar Hinweise.

In der Galerie Blickfang an der Luisenstraße werden noch bis zum 31. Juli 2009 großformatige Werke gezeigt. Da kann ich jedem nur empfehlen, dort mal vorbeizuschauen, denn nach und nach verschwinden die Werke in private Sammlungen (sofern das Von der Heydt Museum nicht noch etwas erwirbt).

Die Gemälde sind aus den Jahren 1996 bis 2002. Auch wenn diese manchen Leuten schon bekannt sind, so ist doch der Eindruck vor dem Original mit nichts zu vergleichen. - Und diese Präsentation hat eine Besonderheit: Das Spiel mit der Räumlichkeit wird erweitert durch die Präsentation von originalen Gerüstelementen, Details der Verstrebungen, die vom 100jährigen Gerüst nach der Modernisierung aufbewahrt wurden. - So ergibt sich in der Ausstellung eine Paralelität, denn meine Gemälde zeigen auch die genaue Statik mit den Verstrebungen und Nieten. (Warum das so ist, darf gerne überlegt werden.)

Also: Ab zur Ausstellung in der Galerie Blickfang bis zum 31. Juli zu den Öffnungszeiten, Dienstags bis Freitags von 13:00 bis 18:00 Uhr.

Vierte Woche: Ölberger Grillen

Zum wiederholten mal lädt die Aktion „Vierte Woche“ – Quarta Settimana zum öffentlichen Grillen, Kochen und Speisen ein.

Am 24. Juli 2009 ab 16:00 Uhr auf den Schusterplatz in der Elberfelder Nordstadt.

Autonomes Kochstudio - Essen für Alle

Das öffentliche Speisen ist inspiriert von der italienischen Aktion „La quarta settimana“ - Denn in der vierten Woche jeden Monats wird das Geld knapp und die Nahrungsbeschaffung schwierig. So ist die Aktion auch als Protest gegen die moderne Sozialgesetzgebung wie das sog. Hartz IV zu verstehen.

Weitere Informationen und Protestaufruf: Der Ölberg grillt - Dort bitte auch den Film „Die Armutsindustrie“ anschauen.

Uni will erfolgreichen Design-Fachbereich schließen?

An den Entscheidern in Wuppertal kann man eigentlich nur verzweifeln. Da gibt es wohl einen Sport im Tal, der da heißt: Wie machen wir gute und erfolgreiche Dinge kaputt? Es sind nicht nur die unsäglichen Bauprojekte der Vergangenheit und Zukunft, das Fuhlrott-Museum gibt es nicht mehr, die Wagenhalle Oberbarmen steht auf der Abschußliste usw.

Jetzt geht es dem traditionsreichen Fachbereich Kommunikationsdesign an den Kragen: Uni schließt Studiengang für Designer. - Es ist kaum zu verstehen, warum ein traditionsreicher und erfolgreicher Studiengang einfach kaputt gemacht wird. Die Designer und ihr Ende: „Das war Krieg“

Design hat in Wuppertal eine über 100-jährige Tradition: Aus der „Barmer Kunstgewerbeschule“ (1894–1947) wurde die Werkkunstschule Wuppertal (1948–1972) welche wiederum im Fachbereich Design und Kunst der Bergische Universität Wuppertal aufging. Kunst design & co: Von der Kunstgewerbeschule Barmen-Elberfeld - Meisterschule - Werkkunstschule Wuppertal zum Fachbereich 5 der Bergischen … zum 100 jährigen Jubiläum Wuppertal 1994

PETITION
Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal erhalten!
Die Unterzeichner dieser Petition rufen die Hochschulleitung der Bergischen Universität Wuppertal dazu auf,

  • ihre Entscheidung rückgängig zu machen,
  • stattdessen den Studiengang Kommunikationsdesign auf hohem Niveau zu halten und weiterzuentwickeln und
  • damit den Kultur- und Wirtschaftsstandort Wuppertal langfristig konkurrenzfähig zu machen.

Unten finden Sie einen Vorschlag für ein Anschreiben, den Sie in Ihren Briefbogen einkopieren und an die Wuppertaler Hochschulleitung schicken können:

An
Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Lambert T. Koch
Rektorat
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstraße 20
42097 Wuppertal

Erhalt und Weiterentwicklung des Studiengangs Kommunikationsdesign an der Uni Wuppertal

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Koch,

Ihre Entscheidung, den Studiengang Kommunikationsdesign am Fachbereich Kunst & Design zum Wintersemester 2009/10 auslaufend einzustellen, ist sehr zu bedauern und der falsche Schritt für die Wirtschaft dieser Region.

Kommunikationsdesign hat in Wuppertal eine lange Tradition, die von der Barmer Kunstgewerbeschule von 1894 über die Werkkunstschule bis heute reicht. Über Jahrzehnte haben die hier unterrichtenden Persönlichkeiten der Universität und der Stadt in der Designfachwelt einen guten Ruf verschafft. Sie haben den Studierenden professionell und engagiert eine gute Designausbildung ermöglicht. Aus dieser Ausbildung sind viele bekannte Gestalter, Designbüros und Agenturen hervorgegangen. Sie leisten im Bereich der Unternehmenskommunikation, der neuen Medien und der klassischen Werbung exzellente und renommierte Arbeit und haben zahlreiche, auch internationale Auszeichnungen erhalten. Diese wertvolle Tradition und die herausragende Akkreditierung des aktuellen Studiengangs werden mit Ihrer Entscheidung ein für alle Mal zerstört.

“Creative Industries” sind ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Wuppertals und des Bergischen Städtedreiecks. Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass ein renommierter Studiengang geschlossen werden soll, der viele junge gestaltungsinteressierte und unternehmerisch denkende Menschen nach Wuppertal bringt. Diese Menschen stärken mit ihren Ideen und Unternehmensgründungen das kulturelle Leben und die Wirtschaftskraft der Stadt Wuppertal sowie des Bergischen Städtedreiecks.

Ich fordere Sie und den Hochschulrat dazu auf, Ihre Entscheidung rückgängig zu machen und stattdessen den Studiengang Kommunikationsdesign auf hohem Niveau zu halten und weiterzuentwickeln und damit auch den Kultur- und Wirtschaftsstandort Wuppertal langfristig konkurrenzfähig zu machen.

Mit freundlichem Gruß

WIR SIND KD. IMMER NOCH.

Wanderer, kommst Du nach Wuppertal, …

… wirst Du angenehmen überrascht sein.

Rakete

Vorbereitungen für den Start in einen geostationären Orbit.
Wandgemälde

Die lustigen Fische im Knoten

Liebes Tagebuch, leider habe ich Dir folgendes vorenthalten:

Das Clownfisch-Projekt hatte im Juni sein Schöpfungs-Release mit einer Ausstellung in den ELBA-Hallen komplettiert. - Zum 6.6.09 habe ich mir extra das Preview der Ausstellung angeschaut. - Das Clownfisch-Netzwerk hatte schon über Jahr an dem Projekt gearbeitet. - Ein Blanko-Heft wurde damals ausgegeben, welches zum Thema Schöpfung frei befüllt werden sollte. - Alle zurückgegebenen Exemplare haben sie schön ausgebreitet und ausgestellt. - Mein Exemplar mit den Stempel-Erdbeeren vom letzten Jahr war auch dabei! - Viele Künstler haben die gegebenen Räume mit ihren Werken zum Thema Schöpfung bestückt. (folgend Fotos vom Preview - unten mit Video)

Kurzes Video mit Schwenk und im Hintergrund die Video-Installation von Aylin Yavuz zu sehen. - (Auch im Bild zu sehen der gute Maler-Kollege, Nordstadtkünstler und Tänzer aus der Galerie Olga welcher verabschiedet gerade eine Freundin per Umarmung - Tja, so sind wir in W-Tal.)

Direkt-Videolink

Das Clownfischschöpfungsprojekt hatte seine Spitze im Release des neuen Albums:

Nach der Schöpfung wurde die Ausstellung in den bekannten ELBA-Hallen erweitert zum Kunst-Cluster. - Vor einem Jahr startete der Kunst-Cluster (Cluster [engl.] = Netz/Knoten) mit der künstlerischen Eroberung dieser alten Industrieräume. Mit den Küppers-Burschen haben wir einen Investor in der Stadt, der genau weiß, wie er das riesige Potential der Künstler dieser Stadt einsetzen kann, muß und soll!

Bei diesem Cluster/Knoten haben einige Kollegen ihre Projekte vom letztem Jahr erweitert und ausgebaut. - Schön muß ich sagen, denn endlich genoß ich meine Rolle als Besucher, ohne Produzent vor Ort zu sein! ;) - Mit der Katholiken-Disco hat Sdunek eine kongeniale Replik zu seinem Raum von letztem Jahr geschaffen. - Seddikis mechanische Installation war wieder fein und punktgenau. - Marks’ beiden großen Gemälde standen selbstewußt wie immer… Nicht jeden Kollegen und Kollegin kann ich erwähnen. - Ich hoffe, Ihr ward alle dort!

Besonders gefreut hat mich die Art und Weise, wie die Kollegen mit den Räumen umgegangen sind, die ich letztes Jahr so improvisiert bespielt habe! - Kollege Olaf Faustmann hat meinen Vornamen einfach an der Wand stehen lassen und seinen Nachnamen einfach druntergeschrieben. - Auch auf meine hinterlassenen Erdbeerstempeln haben die Leute reagiert und ihre Zeichnungen dazugesetzt. - Das empfand ich als Geschenk für mich und genauso passiert der Dialog unter Künstlern! - Selbst die Fotokünstlerin hat in meinem alten Erdbeerraum meinen Schriftzug Engel stehen lassen und darüber ihre Fotoserie mit Engel-Andeutungen gesetzt. - herrlich, danke ;)

Wir Künstler haben schon letztes Jahr die Räume für unsere Stadt erobert. - Gerne hätte ich jetzt auch dort mit gemacht, aber dieses Fuck-Ökonomie-Leben hat es verhindert - man kann nicht alles machen. - Der Geist der Erdbeere war auf jeden Fall vor Ort, und immerhin, wie gesagt: Ich genoß meine Rolle als Besucher, denn ich genieße Kunst und bin ein gutes Publikum - als Publikum bin ich das Beste, welches man sich wünschen kann…

Wupperklat

Juri Illin Adaev. ca. 1993 Plakat Wuppertal Privatbesitz