Demo mit Rüttgers

Wuppertal wehrt sich gegen falsche Sparpolitik: Aufruf zur Demonstration am 30.6. um 9:30 auf dem Bahnhofsvorplatz:

Das Aktionsbündnis hat beschlossen, den Besuch von Herrn Ministerpräsident Rüttgers anlässlich der Grundsteinlegung Döppersberg zu nutzen, um Herrn Rüttgers unseren Protest gegen die Sparpolitik des Landes deutlich zu machen.

Wir treffen uns am 30.06.2009 ab 9.30 Uhr am Rolltreppenaufgang gegenüber dem Bahnhofsvorplatz und wollen deutlich machen, dass ein Umbau des Döppersberg allein Wuppertal nicht retten kann. Wir protestieren nicht für oder gegen den Umbau des Döppersberg. Wir fordern
• eine gerechte Gemeindefinanzierung,
• die Verteilung von Fördermitteln nach Bedürftigkeit und nicht nach Himmelsrichtungen,
• für die Menschen in der Stadt gleiche Lebenschancen wie für die Bürger und Bürgerinnen reicher Kommunen.
Deshalb beteiligen Sie sich an der Demonstration – es geht um die Zukunftschancen unserer Stadt!

Unsere Proteste richten sich gegen das Land und gegen den Bund, die mit Ihrer Gemeindefinanzierungspolitik Städten wie Wuppertal das Leben unendlich schwer machen.

Infoblatt zur Klarstellung.

Anmerkung: Persönlich habe ich ja die Befürchtung, daß der Umbau des zentralen Döppersbergs in Elberfeld eine architektonische und städteplanerische Fehlleistung wird, wie alle anderen Neubauprojekte der letzten Jahre auch…

4 Responses to “Demo mit Rüttgers”


  1. 1 Zuckerfritz vom Ölberg

    Soziale Stadt statt Döppersberg!
    Heraus zum Spatenstich mit MP Rüttgers am 30. Juni 2009!
    Treffpunkt 10.00 Uhr vor der Schwebebahn am Döppersberg beim Sekt- und Protestfrühstück.
    Her mit dem schönen und würdigen Leben! Schluss mit der kapitalistischen Stadt!
    Am 30. Juni 2009 wird der Ministerpräsident Rüttgers den Spatenstich für das umstrittene 100 Millionen schwere Döppersberg-Projekt vornehmen. Gleichzeitig hat der Stadtkämmerer eine rigide Haushaltssperre verhängt, die Stadt ist fast bankrott und erst nach der Kommunalwahl sollen einschneidende und viele Sozialprojekte gefährdende Einsparungen bekannt und durchgesetzt werden.
    Wir wollen daher öffentlich über die Entwicklungschancen von Wuppertal diskutieren und meinen damit nicht in erster Linie die Zukunft des Einzelhandels und die Chancen der kapitalistischen Akteure, sondern wir wollen uns konzentrieren auf die breite Masse der Betroffenen. Die aktuelle Krise des Kapitalismus und damit auch der kapitalistischen Stadt zwingt uns zum Handeln und gleichzeitig gibt uns die Krise die Chance zur Neuformulierung von Alternativen zu Verarmungspolitik, Ausbeutung und repressiver Stadtentwicklung.
    Unsere Diskussion ist öffentlich und wir wollen sie Aug in Aug mit Ministerpräsident Rüttgers und den Wuppertaler KommunalpolitikerInnen beim Spatenstich am 30. Juni beginnen.
    Wir wollen diesen Döppersberg-Umbau nicht! Wir wollen diese Verschleuderung von Millionen Euro nicht, weil gleichzeitig Sozialprojekten, wie dem Frauenhaus oder der Färberei das Wasser abgegraben wird. Statt der Kürzungen im Sozialbereich fordern wir eine soziale Infrastruktur und kostenfreie Gesundheitsversorgung für alle! Mit Beschäftigten, die von ihrer sinnvollen Arbeit gut leben können und nicht in Euro Jobs und in anderen prekären Arbeitsverhältnissen ausgebeutet werden. Und wir brauchen in Wuppertal keine neuen Bürotürme und Einkaufszentren. Die gibt es nämlich schon und stehen seit Jahren leer.
    „Uns gehört die Stadt“, diese alte Parole aller sozialen Kämpfe gilt es wieder zu beleben. Gegenwehr und Aufbau neuer solidarischer Strukturen gehören zusammen. „Wir bitten niemandem um etwas, vielmehr erschaffen wir hier und jetzt unsere kreative Aufsässigkeit, indem wir so weit wie möglich die Momente und Räume ausweiten, in denen wir sagen: âNein, wir beugen uns nicht den Anforderungen des Kapitals, wir werden etwas anderes machen, wir werden die Selbsthilfe fördern, die Kooperation, die Erschaffung gegen das Kapital. Es ist nicht leicht, es ist nicht offensichtlich, aber dies ist die Richtung, in die wir uns bewegen müssen, die wir erkunden müssen. Mit Wut, aber mit einer Wut, die andere Perspektiven eröffnet, die andere Dinge erschafft, eine Wut der Würde.â (aus dem Grußwort von John Holloway)
    Die Perspektive einer sozialen und gerechten (Stadt) Entwicklung wird auf der Straße erstritten. Z.B. der Millionenschwere Umbau des Döppersberg kann nur gestoppt werden, wenn wir eigene Bedürfnisse nach einem städtischen Leben ohne Ausbeutung und Herrschaft offensiv formulieren. So wird auch der freie Zugang zu Bildung auf die Sprengung und damit wirksame Zerstörung des viergliedrigen Schulsystems, insbesondere der Gymnasien und Sonderschulen nicht verzichten können. Die Abschaffung von Zwangsdiensten wie den Ein Euro Jobs und die Zurückweisung der Schikanen beim Arbeitsamt führt hoffentlich zur Durchsetzung eines garantierten Existenzgeldes, von dem wir leben können. (Existenzgeld ist ein garantiertes Einkommen für alle Menschen, unabhängig von Nationalität, Geschlecht und Familienstand und ohne Arbeitszwang.)
    Es sichert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und bietet eine Fülle von Möglichkeiten, die sozialen Lebensverhältnisse und die gesellschaftlich notwendige Arbeit völlig neu zu gestalten.
    Überlassen wir die Soziale Stadt und das Soziale Land nicht den karikativen Ein Euro Ausbeutern und langweiligen Stadtplanern! Schluss mit den Niedriglöhnen und Ein Euro Jobs! Wir müssen gesellschaftlich sinnvolle und o.k bezahlte Tätigkeit bei radikaler Arbeitszeitverkürzung erkämpfen. Nicht betteln und bitten, sondern eigener Kampf um ein würdiges Leben weltweit!
    Freundeskreis Mina Knallenfalls
    Schon mal vormerken.
    3. August 2009 Zahltag in der ARGE in Wuppertal!!

  2. 2 engola

    Hallo Zuckerfritz, eure Flyer habe ich gestern schon gesehen und wollte da gleich auch noch was zu sagen.

    Aber in den Kommentaren hier ziehe ich persönliche Ansichten mit Meinungen und Hinweisen vor, bitte kein Copy-and-Paste von Presseverlautbarungen. - Sowas kann man mir per E-Mail schicken, oder auf eine entsprechende Internetseite verlinken.

  3. 3 Zuckerfritz vom Ölberg

    Hallo

    unsere Rede zum Spatenstich findet ihr unter

    http://4woche.blogsport.de/

    Gruß vom Ölberg Zucker F.

  1. 1 Baufällige Brücke? at Ölbergisch
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