+Treppenticker

Die neue Treppe an der Reiterstraße ist eigentlich schon fertig. Alle Stufen sind längst gut verlegt und verfugt. Aber leider ist immernoch der Durchgang gesperrt. - Jetzt haben sie weitergearbeitet und Pömpel für ein Treppengeländer eingebohrt.

Heute habe ich selber die Treppe persönlich eröffnet! (Unten an der Plateniusstrße kann man bequem an der Absperrung vorbeischlüpfen, und oben auch. Ich braucht also keinen Umweg mehr zu machen!)

Wann wird das Ding eigentlich offiziell freigeben? - Gibt es eine Feier zur Einweihung? - Die Treppe wird ja offiziell zur Gerszt-Treppe benannt. Zur Erklärung liegen oben vor der Treppe auch zwei Stolpersteine.

5 Responses to “+Treppenticker”


  1. 1 Frank

    Die Wasserrutschen an der Seite sind ja todschick.

  2. 2 engola

    Huch, was bist Du denn jetzt noch wach? - Ich hab den Post doch gerade eben fertig gestellt?? ;) Übrigens ist gerade Funkhaus Europa 103,3 ganz gut ;)

  3. 3 Frank

    Zwei Minuten später nicht mehr. ;-)
    BTW, ja Funkhaus Europa ist manchmal richtig gut.

  4. 4 Wuppertaler widerstand

    Leider ist mit der Umbenennung offiziell noch nicht passiert. Die BV weigert sich bis heute….

    Offener Bürgerantrag an die Bezirksvertretung Elberfeld

    Für ein würdiges Umgehen mit den Opfern des Nationalsozialismus in Wuppertal!

    Für eine Rita und Yzchok Gerszt-Treppe!

    Im Vorfeld der Gedenkfeier für die Opfer des Wuppertaler Konzentrationslagers Kemna wenden wir uns öffentlich an die Bezirksvertretung Elberfeld.

    Vom 19.-25. Juni 2008 wird die ehemalige Wuppertalerin, die Holocaust-Überlebende Stephanie Gerszt - Furman mit ihrer Tochter auf Einladung des “Vereins zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal” zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg Deutschland besuchen. Sie wird am 21. Juni 2008 an der Gedenkfeier für die Opfer des KZ Kemna teilnehmen. Die US-Amerikanerin Stephanie Gerszt ist die Tochter der jüdischen Wuppertaler Widerstandskämpfer Yzchok und Rita Gerszt, die im Zuge der Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse verfolgt und später in Auschwitz bzw. Bernburg von den Nazis ermordet wurden. Die damals 5 jährige Stephanie Gerszt konnte 1941 bei der Verhaftung ihrer Mutter durch die Gestapo in Brüssel in letzter Minute fliehen und überlebte die NS-Zeit versteckt in belgischen Waisenhäusern. 1947 wurde die Waise von ihrem Großonkel in die USA geholt.

    Es ist für uns eine große Ehre, Stephanie Gerszt-Furman in Wuppertal begrüßen zu dürfen. Stephanie Gerszt-Furman wird auf Einladung unseres Vereins zum ersten Mal wieder Wuppertal besuchen und wir werden versuchen, ihr die vergessenen Orte und Schauplätze des jüdischen Lebens und der Wuppertaler Arbeiterbewegung zu zeigen.

    Im Vorfeld des Besuchs haben wir - leider erfolglos - versucht, eine Ehrung und Würdigung der Widerstandskämpfer Yzchok und Rita Gerszt in Wuppertal anzuregen. Ausgerechnet im Kemna-Erinnerungsjahr ist eine Ehrung der beiden jüdischen Widerstandskämpfer aus der Wuppertaler Arbeiterbewegung in der Bezirksvertretung Elberfeld gescheitert. Eine Benennung einer noch namenlosen Elberfelder Treppe nach Yzchok and Rita Gerszt, die direkt an der Treppe in der Reiterstr. 3 bis 1936 gewohnt hatten, wurde mit folgender Begründung verwehrt:

    “Der Bezirksbürgermeister teilt mit, dass nach Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter dringend davon abgeraten werde, diese Benennung zu beschließen. So sei diese Familie nur eine von ca. 1200 ermordeten Familien in Wuppertal. Sich hiervon eine auszusuchen sei nicht ratsam.” (Bezirksvertretung Elberfeld 2.4.2008)

    Wir halten diese Begründung für skandalös und im höchsten Maße für unverständlich. Vor dem Hintergrund der Kemna-Gedenkfeier fragen wir uns, welcher Mitarbeiter der Stadt Wuppertal eigentlich dringend davon abrät, einzelne Opfer des Naziterrors, stellvertretend für so viele, durch eine Straßenbenennung zu ehren? Hat der Bezirksbürgermeister wirklich Angst davor, dass Angehörige der über 1200 ermordeten jüdischen Familien ein Gedenkzeichen oder eine Straßenumbenennung in Wuppertal einfordern? Diese peinliche Variante von Schuldabwehr sollte uns auf den Plan rufen, endlich für würdige Erinnerungszeichen für die Wuppertaler Opfer des Nationalsozialismus zu sorgen.

    Im Vergleich zu anderen Großstädten gibt es erheblichen Nachholbedarf, was die aktive Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten angeht.

    Von den 18 Antifaschisten, die im 1. Halbjahr 1933 von der SA in Wuppertal ermordet wurden, wird bislang nur an Oswald Laufer erinnert. Von den mindestens 71 ermordeten Widerstandskämpfern, die im Zusammenhang mit den Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen inhaftiert wurden, ist bisher nur Friedrich Senger geehrt worden.

    Zum 75. Jahrestag der Eröffnung des KZ Kemna sei besonders daran erinnert, das bis heute eine Gedenktafel an dem Fabrikgebäude fehlt, in dem eines der ersten Konzentrationslager in Nazi-Deutschland eingerichtet war. Die älteren Wuppertaler werden sich sicher erinnern, es hat 50 Jahre gedauert, bis in Wuppertal ein Erinnerungszeichen für das unvorstellbare Leiden der Kemna- Opfer politisch durchsetzbar wurde.

    Die Überlebenden des KZ Kemna und mit ihnen, Jugendverbände und Gewerkschaften, hatten Jahrzehnte vergeblich für einen würdigen Erinnerungsort gestritten. Obwohl das Gebäude des ehemaligen KZ gut erhalten war, der historische Ort der Folter und Demütigung nicht zerstört war, und sich aus den Akten ergab, das ein Nebengebäude sogar durch Häftlingsarbeit gebaut wurde, gab es keine Chance, an dem Ort selbst eine würdige Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum für den Wuppertaler Widerstand aufzubauen. Man musste 1983 auf eine gegenüberliegende Böschung ausweichen und das in einem Schülerwettbewerb entstandene Mahnmal musste aus Spendengeldern finanziert werden. Die Privatbesitzer der Fabrik hatten sich sogar geweigert, eine Gedenktafel zuzulassen und manche WiderstandskämpferInnen wurden von den “Hausherrn” einfach weggejagt.

    Als ob es in diesem Land keinen Denkmalschutz gibt, konnte der historische Ort vom Besitzer entkernt und baulich verändert werden. Die Spuren des KZ sollten verschwinden, die Wuppertaler Öffentlichkeit sollte sich kein Bild machen können. Auch das alte Gestapo- und Polizeigefängnis an der Bachstrasse ist ohne Gedenkzeichen und wird dem Verfall preisgeben und soll abgerissen werden.

    Wir möchten Sie daher bitten, uns bei der Durchsetzung der Straßenbenennung zu unterstützen.

    Wir fordern die Ehrung der Wuppertaler Widerstandskämpfer Yzchok and Rita Gerszt durch die Benennung einer Treppe in der Elberfelder Nordstadt. Wir schließen uns damit dem Antrag der Bündnis 90 /Die Grünen Fraktion an: “Die Bezirksvertretung möge beschließen: Die Treppe zwischen der Plateniusstrasse und der Reiterstrasse wird benannt und erhält den Namen “Rita und Yzchok Gerszt-Treppe”

    Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.

    Unterstützungsunterschriften bitte an info@wuppertaler-widerstand.de

    ErstunterzeichnerInnen:

    Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal; Prof. Heinz Sünker, Bergische Universität Wuppertal; ASTA der Bergischen Universität Wuppertal; Spurensuche NS-Geschichte in Wuppertal e.V.; Hajo Jahn, Vorsitzender der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft und Stiftung “Verbrannte und verbannte Dichter - Für ein Zentrum der verfolgten Künste”; Naturfreundejugend Wuppertal; Dr. Karl Heinz Roth, Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, Bremen; Ulrich Föhse; Uli Klan; Naturfreundejugend Wuppertal; Koordinationskreis Antifaschismus Wuppertal, Rathausfraktion - die Linke Wuppertal; Dr. Ernst Stier, Berlin; Berliner Geschichtswerkstatt; Roman Fröhlich; Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V.; Tatjana Schlaht; Matthias Wagner, Lüdenscheid; Dr. Gerhard Rammer, Bergische Universität Wuppertal; Ernst Diebels, Dipl.- Psychologe, Psychol. Psychotherapeut, Johanniter Tageskliniken Wuppertal; DKP Wuppertal; Niklas Reese; Naturfreunde Wuppertal; Prof. em. Klaus Schilling, Theoretische Physik - Bergische Universität Wuppertal; Doris Bender-Diebels; Armin Himmelrath, Journalist, Köln; Prof. Dr. Schminck-Gustavus, Universität Bremen.

  5. 5 jaycee

    nun mal ein nicht politischer kommentar :
    mein sohn freut sich auch schon auf die eröffnung, er wohnt nämlich in der plateniusstraße und hat mich letztens gefragt wann man endlich da durch kann !
    ich hoffe die stadt bekommt es irgendwann gebacken, hätte auch noch ein paar andere vorschläge !

    ps: engola - http://blog.atomlabor.de/2009/05/stockchen-fur-jaycee.html

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