Das Osterfest schließt ja jedes Jahr ab mit dem Feuer. Die Lichtmetapher ist der Kern der Auferstehung. Ein Ritus ist ein Ritus und das Feuer ist Schöpferenergie: Die Verbindung zwischen Himmel und Erde.
Monthly Archive for April, 2009
Zur Karfreitagsprozession 2009 in Wuppertal.
Das Besondere am Ritus ist ja die Kontinuität. Die Geschichte aus der Bibel wird sich nie ändern und das Ende steht schon fest. - Dennoch nehmen viele Leute jedes Jahr an diesem Schauspiel teil. Das Schauspiel eines Mysteriums. So banal es klingt: Die Teilnahme am Mysterium bringt Erlösung. Das Mysterium ist die Menschwerdung Gottes auf Erden. Jeder kann daran teilhaben. Jesus geht vorbei. - Das Entscheidende ist nicht das Leiden Jesu, sondern die Wiederauferstehung! - Sonntag morgen zu Ostern im Mitternachtsgottesdienst geht das Laienschauspiel weiter in der Laurentiuskirche. Um 2.22 Uhr wird die Wiederauferstehung gefeiert. - Solltet ihr mal hingehen und erleben, italienisches Flair mit echtem Glauben und unheimlich lebendig - als Tipp für die verstockten Protestanten unter euch (bin selber einer).
Folgend Fotos und unten ein Video nach dem Klick…
Continue reading ‘Ecce Homo’
Bald beginnt die Saison. Der Kunst- und Kulturmarkt auf dem Otto-Böhne-Platz.
Viermal diesen Sommer. Wer die Termine noch nicht kennt:
- 3. Mai
- 28. Juni
- 16. August
- 4. Oktober
2009
Das Original mit Malerei, Objekten und Perfomance.
Zum Beispiel Udo Strässer: Der Mann aus der Tonne
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Da vergleicht jemand Jugendschutz mit Rammbock-Politik. - Polizeiüberfall zum Schutze der Jugend? - Ich faß’ es nicht!
Unter der Domain www.wuppertaler-jugendschutz.de steht allen ernstes:
‘Einkesseln’
Häufig ist es notwendig
Jugendliche einzukesseln
und stundenlang festzuhalten.
Man darf nicht die Leute einfach so ihrer Freiheit berauben. Einfach einkesseln? Wo liegt da die Notwendigkeit? - Wir haben hier in W-Tal keine Straßenschlachten. - Die Menschenrechte gelten auch für Jugendliche! - Es gibt nur ganz bestimmte Bedingungen für Verhaftungen. Ein 17-Jähriger z. B. darf nicht einfach so seiner Freizügigkeit beraubt werden. - Was soll das heißen: “Häufig ist es notwendig”… Es gibt klare gesetzliche Regeln, wie mit Delinquenten zu verfahren ist.
Jugendschutz mit Rammbock in Wuppertals sieht so aus:
- Jugendliche werden mit Polizei-Gewalt konfrontiert.
- Öffentliche Mittel für Jugendarbeit in NRW wurde vor Jahren schon von Rüttgers zusammengestrichen.
- Schul-Mittagessen muß erbettelt werden.
- Kinder als Armutsrisiko im reichsten Land der Welt.
- usw.
Die sogenannte Jugenschutzseite Wuppertals entlarvt sich selber (Wer hätte nicht Angst vor helmbewehrten Schlagstöcken?):
Zitat:
Bei der Jugendschutzkontrolle im autonomen Jugendzentrum an der Gathe behaupteten die etwa 80 Gäste, sie hätten Angst vor den 200 mit Schlagstöcken, Schildern und Helmen bewaffneten Polizisten gehabt und sich deshalb eingeschlossen.
STOP! - die Seite ist natürlich Satire. - Schlimm für unseren Staat, daß man solche Verlautbarung fast als echtes Statement verstehen kann.
Vor zwei Wochen haben Polizei-Einsatzkräfte das Autonome Zentrum in Wuppertal überfallen. - Vor einem Jahr hat eine Polizei-Hundertschaft die traditionelle 1.- Mai-Demonstration unterbunden und brutal verhindert. - Wenn man als normaler Passant auf behelmte und ausgerüstete Polizisten trifft, ist man echt eingeschüchtert. Das Gewaltpotential, welches von so einer Hundertschaft ausgeht, ist körperlich spürbar. (Dabei begleiten die doch nur Jugendliche) - Schau mal hier die Videos von vor zwei Jahren
Letztes Jahr hat die Polizeigewalt die traditionelle Mai-Demo abgeschnitten. - Über 20 Jahre hat die Demo der Autonomen funktioniert, es endete immer mit einer Feier auf dem Ölberg. - Wenn dieses Jahr die Demo mit abschließender Feier nicht stattfinden kann, dann weiß ich, daß der Polizeistaat sich hierzulande wieder durchgesetzt hat.
Street Art hat in Wuppertal eine eigene Tradition. Dazu muß ich erinnern an die Aktion von vor drei Jahren. Outsides. In 2006 hat eine erlesene internationale Guerillia-Truppe unsere Stadt bespielt! (Ihr erinnert euch, damals gab es ein großes Heititei um die Frage, wer denn die Schwebebahnfahrer in Groß an die Mauer pinnt hatte.
ZEVS (Zeus), Banski und Blu mit anderen haben sich mit unserer Stadt auseinandergesetzt. - Sehr subversiv, wir hatten plötzlich eine Info im Briefkasten liegen, mit stilisiertem Stadtplan, auf dem ungefähre Orte der Skulpturen und Graffiti eingezeichnet waren. - Die örtliche Szene hatte viel mit den Outsidern diskutiert.
Nun, selbst der neue Kunstmuseumsleiter hatte damals die Stirn, diese Leute um ZEUS für ein Event in die Kunsthallen einzuladen. Zeus Anonym und in Action.
Folgendes Graffiti von Blu ist leider mitlerweile verloren, weil übermalt vom Bankenlogo:
Die bestehenden Zeichnungen hier an Hauswänden könnten wir euch mal zeigen. (finde die Fotos gerade nicht) - Manches ist übermalt, anderes noch zu sehen.
Bei Blu (arbeiten 2006 W-tal) - Steht heute noch:
Naja, auch Zevs hat mitlerweile eine eigene Homepage und dort im Archiv eine Arbeit aus Wuppertal dokumentiert.

Vom international arbeitenden Blu werden mancherots schon Mauern abgemeißelt um sein Werk zu konservieren! - Bluarbeitet Multimedial. Er hat einen Film als Animation veröffentlicht, gemacht aus Mauer-Graffiti:
Wie Ihr wisst, bin ich ein Grenzgänger im Bergischen. Der Westfale an sich ist Seßhaft und wandert nicht gern. - Nur auf die Grenze zum Reihnland bin ich gekommen. Diese meine Reise dokumentiert sogar der Landschaftsverband Rheinland. Eine junge Frau hat mich damals in der Rakete interviewt.
"Hier ist mehr Rheinland"
Und ich muß sagen, sie schreibt nichts falsches…![]()
Elberfeld ist Rheinland. Und Westfalen liegt nur einen Schritt entfernt. Ich komm vom Teutoburger Wald und meine Eiche brauche ich. - Man denke an Heinrich Heine, Caput X.
Dicht hinter Hagen ward es Nacht,
Und ich fühlte in den Gedärmen
Ein seltsames Frösteln. Ich konnte mich erst
Zu Unna, im Wirthshaus, erwärmen.
Weiter: …
Ich habe sie immer so lieb gehabt,
Die lieben, guten Westphalen,
Ein Volk so fest, so sicher, so treu,
Ganz ohne Gleißen und Prahlen.
Heine hat die Mentalität immer schon gut erfaßt. Und folgender Vers zeigt, wovor man sich hüten muß:
Sie fechten gut, sie trinken gut,
Und wenn sie die Hand dir reichen,
Zum Freundschaftsbündniß, dann weinen sie;
Sind sentimentale Eichen.
Aus: Heinrich Heine - Deutschland. Ein Wintermährchen (1844)
Zwischen Elberfeld und Schwelm liegt die Grenze
Aber jetzt schau doch mal auf das Wappen von NRW: Links der Rhein, rechts das Pferd, und dazwischen die Blume der Lippe! - Ich komme nämlich aus Ostwestfalen-Lippe, und das ist das dritte kleine Fürstentum aus denen sich das Bundesland Nordrheinwestfalen bildet. Im Wappen steht unten eine stilisierte Blume. Die Lippische Rose. Da komme ich her! - Bei Westfalen denken ja alle immer an Münster, aber wir in Versmold sind gestandene Protestanten. Die Teutoburger Höhenzüge stehen bei uns am Horizont im Nord-Osten. Von unserem Hof aus kann man den Turm der Ravensburg gut erkennen.
Entschuldigt das Pathos, aber auch ich lasse mich manchmal vom History-Kitsch des zdf verleiten. Doku der Varusschlacht - Nichtsdestotrotz ist die Geschichte mit Arminius richgtig gut und echt und spannend
Teil II. - Eben weil der Ort der belegten Geschichte vor 2000 Jahren mein ursprünglicher Lebensraum ist. Witte. Ja, aber mein Großvater war Einwanderer aus Westpreußen… Mhm?
An Wuppertal mag ich den Stuck und den Backstein. - Die Menschen hier sind speziell! - Eine spirituelle Stadt. Nirgendwo gibt es soviele Freikirchen, wie hier. - Elberfeld hat eine Revolutionäre Tradition. Unten in der Stadt gibt es Gedenksteine zu den Barrikaden von 1848!






