Seit Tagen habe ich einen Ohrwurm:
Chorus: Eins Zwei Drei
Schicke schicke Schweine
Auf’m Berg und anderswo
Seit Tagen habe ich einen Ohrwurm:
Chorus: Eins Zwei Drei
Schicke schicke Schweine
“Wuppertal wehrt sich” schließt sich zum 1. Mai der traditionellen Demo der Linken und Gewerkschaften an. - Kommt alle mit selbst gemalten Plakaten gegen die miese Sparpolitik des Landes! - Gegen die Ausblutung der Stadt!.
Die Demo beginnt um 11 Uhr am Bahnhof Unterbarmen (Treffen ab 10.30)
Dann geht der Zug über die Allee, die Morianstraße, die Neumarktstraße bis zum Laurentiusplatz.
Um 10 Uhr gibt es einen Gottesdienst in der Citykirche und die Gottesdienstteilnehmer werden zum Demonstrationszug dazu stoßen.
Auf dem Laurentiusplatz dann gibt es eine Begrüßung durch den Oberbürgermeister, Herrn Peter Jung; die Kundgebung der Gewerkschaften und eine Rede vom Vorsitzenden der SPD Franz Müntefering, später geht die Kundgebung in ein „Familienfest” über.
Die andere Demo startet um 14:00 Uhr beim Autonomen Zentrum an der Gathe. Der Demonstrationsweg führt wie immer auf den Ölberg und endet traditionell (seit 25 Jahren) mit einem Straßenfest auf dem Schusterplatz am Nachmittag. - Die Autonomen haben zur Zeit auch eine Infowoche mit Aktionen. (In den letzten 15 Jahren war das Straßenfest mit Musik immer auch ein prima Zusammentreffen.)
übt das Plakate-Schreiben bitte woanders!

Vielen Dank!
Ende der Durchsage.
OFFENER BRIEF von Stiftung W.
Für einen ungestörten Verlauf
der »Autonomen 1. Mai Demonstration«
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung,
sehr geehrter Herr Leitender Polizeidirektor Schulz,
mit großer Sorge haben wir die Großrazzia am 14.03.09 von Ordnungsamt und Polizei gegen das Autonome Zentrum verfolgt – eine unseres Erachtens von polizeistaatlichem Denken geprägte Einschüchterungs- und Kriminalisierungsaktion gegen eine Gruppierung, die für ihre kritischen antikapitalistischen Positionen bekannt ist. Sollte dies ein Signal dafür sein, dass wiederum geplant ist, mit ähnlichen Polizeimaßnahmen gegen die diesjährige »Autonome 1.Mai Demonstration« vorzugehen wie bereits in den letzten beiden Jahren?
Im letzten Jahr standen die WC-Kabinen schon bereit für die geplante und stabsmäßig durchgeführte Einkesselung des größten Teils der Demonstration kurz nach ihrem Start.
Es sollte in Wuppertal möglich sein, dass auch Familien mit Kindern und Enkeln an der »Autonomen 1. Mai Demonstration« teilnehmen können, ohne Pfefferspray- und Schlagstockeinsätze oder Einkesselungen und Inhaftierungen durch die Polizei befürchten zu müssen – und unabhängig davon, ob angemeldet oder nicht. Denn bei dieser seit über 20 Jahren am 1. Mai stattfindenden Demonstration erscheint uns deren Anmeldung als eine unnötige bürokratische Farce.
Meinungs- und Demonstrationsfreiheit sind entscheidende demokratische Grundrechte. Es muss möglich und eigentlich selbstverständlich sein, dass auf der Straße Parolen getragen und gerufen werden können, die sich z.B. gegen Sozialabbau, gegen staatlichen Rassismus, gegen Polizeigewalt, gegen die Bundeswehr, gegen das Patriarchat und für ein selbstbestimmtes Leben aussprechen – auch wenn manchen diese Positionen nicht zusagen.
Wir erwarten von Ihnen, sich dafür einzusetzen, dass die diesjährige »Autonome 1.Mai Demonstration« und das anschließende Fest ungestört verlaufen können und dass die Grundrechte auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit auch an diesem Tag ungehindert praktiziert werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Stiftung W.
widerborstig. wagemutig. widersprüchlich.
Hohenstein 120
42283 Wuppertal
mail|ät|stiftung-w|punkt|de
Wenn schon Regen, dann in Wuppertal
T-Shirts mit dieser Aufschrift gibt es unten in der Stadt zu kaufen.
Nachwievor ist Wuppertal die regenreichste Stadt Deutschlands, wenn nicht sogar in Europa. - Aber man muß differenzieren: In Barmen regnet es mehr als in Elberfeld
Und warum regnet es hier soviel?
Weil die Hauptwindrichtung West ist und in Wuppertal die Erhebungen des Bergischen Landes beginnen. Dadurch steigen die Wolken in höhere Luftschichten, die gewöhnlich kälter sind, kondensieren und regnen ab Quelle
Euch interessierten Laien ist hoffentlich auch klar, daß das feuchte Klima hier verantwortlich für die Ansiedlung der Bleicherindustrie im Tal war. Daraus ist die Textil- und Chemieindustrie entstanden, die diese Stadt Anfang des 20. Jhdts. groß gemacht hat.
Ein Aufklärungsfilm der anderen Art. - Nicht ganz jugendendfrei. Und ich weiß auch nicht, wie ich darauf gestoßen bin. - Ein Fall für Zensursula - Aber die Aufführung ist dermaßen schräg, ich reibe mir immernoch die Augen, dabei erzählen sie nur richtige sachen. - das darf ich euch nicht vorenthalten (keine Ahnung wer dahintersteckt)
Hier der Film nach dem Klick:
Die Bergische Poppenkiste
Wichtige Information für alle, die im Netz danach suchen: Das Luisenfest 2009 findet dieses Jahr am 17. Mai statt.
Dieses Häuschen mit Garten im Briller Viertel würde ich sogar nehmen. - Die Räume stehen leer und der Besitzer stellt die Villa für Kunstaktionen zur Verfügung. - Letzten Freitag eine Vernissage von jungen Künstlerinnen mit Malerei und Rauminstallationen. Die Auseinandersetzung mit dem Räumen fand’ ich gut gelungen, es ist eine durchaus stringente Ausstellung. - Eine gute Idee des Besitzers, die Räume auf diese Weise zu beleben, sie machen damit auch Werbung für die Vermietung (Umbau in Büro und Appartment). - Solche Kunst-Aktionen gibt es dort öfters. - (Erinnert sei an die Zwischennutzungsagentur, die ähnliches mit Ladenlokalen macht.)
Übrigens habe ich die Namen der Künstler/Künstlerinnen gerade nicht zur Hand, aber die Rechte an den abgebildeten Werken liegen jeweils bei denen.
Bei den Spuren und sozialen Auswirkungen der Wirtschaftskrise braucht man hier nicht lange suchen. Filmbeitrag von Monitor: Spurensuche in Wuppertal
Wichlinghausen ist auch wirklich arm dran. Vor 14 Jahren habe ich da mal gewohnt, demgegenüber sieht es dort heute erschreckend aus.
Bezüglich der Raumvermittlung (Frau Schulten im Film) verweise ich gerne nochmal auf die Zwischennutzungsagentur der Stadt. - Dort werden auch leere Räume für Event-Veranstaltungen vermittelt, so z. B. Theaterprojekte oder die Kafka-Kunstinstallation derzeit am Viadukt in Wichlinghausen.
“Essen ist fertig” - rief Gott als er das Ruhrgebiet schuf.
Klar, Wuppertal ist nicht Ruhrgebiet, aber nach alter Tradition der Volks-Küche heute im Bergischen:
Autonomes Kochstudio „la quarta settimana“ (Vierte Woche) lädt auf den Otto-Böhne-Platz zum Festmenü ein!
Auf dem Platz an der Marienstraße ist die Mahlzeit gleich fertig. Zum kleinen Preis gemeinsam Essen im Sonnenschein.
Das ist eine kreative und soziale Veranstaltung. So wie es sich gehört, gewünscht und gern gesehen ist. - Nur verstehe ich nicht, warum auf einmal soviel Polizei-Präsenz im Viertel ist. (Mit Mannschaftswagen und Beobachtern in der Seitenstraße). Beim Ölbergmarkt ist das nicht so, obwohl mehr Besucher sind…
Als Bürger und Anwohner verstehe ich persönlich die Aktion auch als politische Demonstration im Sinne der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle.
Juchuu, die Treppe an der Reiterstraße schein bald fertig zu werden.
Heut wurde eine art Beton-Fundament gelegt. Gestern lag schon auf der ganzen Treppenstrecke ein Eisengerüst.
Diese bald neu-benannte Gerszt-Treppe zwischen Reiterstraße und Plateniusstraße - Ist eine wichtige Verbindung zwischen meinem Haus und der Innenstadt. (Andauernd außen rum gehen zu müssen, wird langsam nervig.) - Die Treppe kam auch in diesem Film vor: Der Krieger und die Kaiserin (von Tom Tykwer).
Bitte alle NRW-ler die Petition Mitzeichnen: Wuppertal wehrt sich! Petitionstext: Denn auch Wuppertal hat ein Recht auf Zukunft!
Information:
… „Wenn hier noch mehr Mittel gestrichen werden, dann sehe ich richtig schwarz“, sagt sie und fürchtet, dass die Wuppertaler in NRW bald Bürger 2. Klasse sein werden. „Es ist die Pflicht der Landesregierung, für Gerechtigkeit zu sorgen“, fügt sie an und trifft damit ziemlich exakt die Befindlichkeiten der Menschen in der Stadt. In dem Petitionstext heißt es unter anderem: „In NRW geht die Schere zwischen armen und reichen Städten immer weiter auseinander. Schuldenfreie Städte bieten kostenlose Kinderbetreuung, modern ausgestattete Schulen … und vieles mehr an, worauf die Menschen in den armen Städten verzichten müssen.“ „Kulturförderung reduziert sich auf das Verteilen von Almosen, Unsere Stadt wird kaputt gespart“, heißt es weiter.
Die Treppe zwischen Reiterstraße und Plateniusstr. ist immer noch gesperrt, sie bauen schon ein halbes Jahr daran. Aber die Fundamente sind gelegt, als nächstes kommen wohl die Stufen. - Ihr müsst also weiterhin durchs Parkhaus gehen.
Die Treppe soll demnächst Gerszt-Treppe (PDF) heißen. Benannt nach dem linken Widerstandskämpfer, der dort wohnte. - Das gibt mir die Gelegenheit, auf die Tradition des Widerstandes hier vor Ort hinzuweisen.