Wie die Seuchenbekämpfung nur den technischen Großagrariern dient und wichtige Ressourcen vernichtet: Anfang diesen Jahres wurde ja die Schweinepest bei Wildschweinen im Bergischen Land festgestellt. - Nun sollen die “offen” gehalten Kleintierbestände geschlachtet werden. Das sind eben die artgerecht gehaltenen Tiere auf der Wiese mit Sule.
Biodiversität erhalten: Die Schlachtung betrifft nur kleine Bauern/Züchter die ohne Großanlagen wirtschaften. Zumeist sind von der Schlachtanforderung dann auch nur seltene Nutztier-Rassen betroffen, die in Klein- bis Kleinstbetrieben gehalten werden. - Dabei sind doch gerade Großbetriebe mit den hochgezüchteten Rassen anfällig für Infektionen.
Schweinepest im Bergischen Land
Wie in einer Pressemitteilung zu lesen war, beabsichtigen die Behörden alle kleinen Schweinebestände für mindestens 2,5 Jahre aufzulösen. Was Behörden mit “auflösen” meinen, durften erste Züchter bereits von ihren zuständigen , vom Land beauftragten, Veterinären erfahren. Es werden Schlachtprämien in Höhe von 60.- Euro angeboten, wenn der Züchter seine Tiere töten lässt. Alle Betriebe mit weniger als 20 Schweinen sind betroffen.
Das ist faktisch das AUS für kleine Betriebe, die nach herkömmlicher Art wirtschaften und die Vielfalt auf dem Betrieb erhalten möchte. Direktvermarkter, Selbstversorger etc. müssen ihre Tore schließen. Dem kritischen Verbraucher steht in absehbarer Zeit nur noch Schweinefleisch aus nicht artgerechter Haltung zur Verfügung, letzte und wichtige Genreserven werden dezimiert, schlimmstenfalls sogar ausgerottet.
Auf der Seite von Vieh e. V. gibt es auch eine Protestliste gegen die behördliche Schlachtung.
Mehr Info: Aussterbende Haus- und Nutztiere?
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