Wuppertal ist ja die Stadt der Treppen. Wer zu Fuß ins Tal geht, kommt kaum an einer Treppe vorbei. Dafür gibt es einige spannende Beispiele. - Leider sind aber einige Treppen renovierungsbedürftig oder gar gesperrt.
Nun ist die Reitertreppe kaputt, bzw. sie haben die Treppe vor Wochen erstmal aufgebrochen und eine Woche später den Grund weiter abgetragen. Zum Glück haben sie uns noch einen schmalen Auf- und Abgang gelassen. Die Treppe ist ja stark frequentiert, das merkt man jetzt auf dem schmalen Stück. - Jetzt ist das Fundament weiter abgetragen, ich bin mal gespannt wann die Arbeiten weitergehen.
Dieses Jahr wird das wohl nicht mehr fertig. Ich bin mal gespannt, was daraus werden soll. Die Bürger werden ja nicht informiert.
Die reparierte Treppe
Ein anderes Treppenbeispiel vom Ölberg macht durchaus Hoffnung.
Die Treppe von der Schusterstraße zur Ottenbrucher-/Marienstraße war lange Zeit zur Hälfte abgesperrt, weil die Seitenmauern drohten herabzubrechen. - Im Okotober hatte ich freudigerweise angehende Reparaturarbeiten beobachte. - Mitlerweile sind die Mauern fertig abgedichtet. - Sehr schön für diesen großen und geheimnisvollen Treppenwinkel:





Die heile Treppe ist übrigens seit 1999 die Oscar-Hoffmann-Treppe, benannt nach dem kommunistischen Ratsherren, der für Elberfeld-Barmen seinerzeit den Namen “Wuppertal” vorschlug. Eine Infotafel findet sich in eier Einfahrt in der Schusterstraße. Dort stand früher sein Geburtshaus (oder wenigstens ein Haus, wo er lange wohnte).
Die Reitertreppe ging ich Mitte Dezember hoch, mit Cellokasten und Tasche, und Gegenverkehr, ja, war lustig. Im Bauloch gerade Ruhe, die Jungs von Stadt, WSW und LTG beratschlagten, der kleine Bagger hing auf halber Höhe und sah aus wie heruntergerutscht. Sie schauten nach mir, wie ich hochkam, und ein kleines “schöne Grube habt ihr da!” reichte, um sie wieder an ihr Elend zu erinnern.
Mit anderen Worten: d i e Treppe ist echt schwierig.
Die sogenannte Reitertreppe soll demnächst nach der Familie Gerszt benannt werden. Die jüdische Familie lebte vor dem 2. Weltkrieg in einem Haus oberhalb.
Die Treppen-Sanierung wurde am 3..9.2008 in der Bezirksvertretung Elberfeld behandelt. Kann im Imternet unter http://www.wuppertal.de nachgelesen werden. Gesamtkosten 53000 €.