Pina in Indien

Wenn man bereitwillig anderen Leuten beim Umzug hilft, kann sich das lohnen! Ja, ich hatte eine Einladung zu Pina Bausch, dem neuen Stück 2007 im Theater! Vor wenigen Tagen erst war Premiere der Vorstellung.

Diesesmal eine Zusammenarbeit mit welchem Land? Indien! - Ein leichtes Stück, farbenfroh und mit grooviger Musik! Der Tanz mit einer Ernsthaftigkeit und Klarheit ohne Schnörkel. - Das Bühnenbild arbeitet viel mit weiß, lange Tücher hängen im Hintergrund. Schön war das Spiel mit den Projektionen. Ovationen für neues Pina-Bausch-Stück Wer dagegen hat eigentlich diese Kritik geschrieben?

Tanztheater Pina Bausch Wuppertal 2007

Besonders absurd war die Tanzfigur mit dem Elefanten. Aber herrlich! - Dazu gab es den indischen Pizza-Call-Service, Einsamkeit und Verlangen. Verbrennung, Balanceakt und rituelle Waschungen. Die Figur der gemächlich kauenden Kühe zu erkennen, hat bei mir ein wenig gedauert, aber dann war es deutlich und doppeldeutig. - Viele männliche Tänzer hatten wesentliche Parts, mehr als die Frauen, was ungwöhnlich ist, wie mir die Begleiterin versicherte. Auch wollen sich in diesem Stück gar nicht so viele Frauen ertränken, wie es sonst üblich ist - nur ein paar ;). Ja, und bei einem Nippel-gate merkt man, daß Theater live ist. (Was soll die großartige Tänzerin auch machen, wenn mitten im Solo der Träger des Kleides reißt?)

Zum Ende fand ich es beeindruckend, wo eine riesige Projektion verkleideter dämonischer Tänzer ein extatisches Ritual tanzen, und man im Hintergrund das Ensemble klein und hockend schleichen sieht. - Eine tolle Ausleuchtung und Bühnenbild. Dialog im Tanz. Sehr dämonisch (schüttel).

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